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Marktübersicht: 23 Ausbildungen zum Wirtschaftsmediator

Marktübersicht: 23 Ausbildungen zum Wirtschaftsmediator

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben Konflikte Hochkonjunktur. Mit dem wachsenden Wettbewerbsdruck der Unternehmen steigt auch der Druck auf Führungskräfte und Mitarbeiter. Die Anforderungen an jeden Einzelnen steigen, unangenehme Entscheidungen lassen sich nicht mehr bequem vor sich herschieben. Nur, wie lassen sich widerstreitende Interessen unter einen Hut zu bringen, wenn die Konfliktparteien bereits unter hohem Erwartungs- und Zeitdruck stehen? - Hier helfen Wirtschaftsmediatoren weiter...


Wann sind Wirtschaftsmediatoren gefragt?

Wenn es so richtig kracht, die Beteiligten sich unversöhnlich gegenüber stehen, niemand bereit ist, den ersten Schritt in Richtung Kompromiss zu gehen, ist professionelles Konfliktmanagement gefordert. Der Mediator bietet es.

Die Dienste des professionellen Mittlers sind dann gefragt, wenn zwei oder mehr Kontrahenten allein keinen Ausweg aus dem Dilemma finden, aber mit ihrem Streitfall auch (noch) nicht vor Gericht ziehen wollen. In der Wirtschaft kann das bei innerbetrieblichen Differenzen ebenso der Fall sein wie bei zwischenbetrieblichen Auseinandersetzungen.

Das Einsatzspektrum des Mediators reicht von Fusionskonflikten über Unstimmigkeiten zwischen den Vorstandsmitgliedern einer Firma, die sich nicht darüber einigen können, welchen Weg ihr Unternehmen zukünftig einschlagen soll, bis hin zu Fällen von sexueller Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz.


Wie wird man Wirtschaftsmediator?

Moderieren, Beobachten, Meinungen zusammenfassen - all das sind Tätigkeiten, die jeder Trainer täglich anwendet. Doch ist er deshalb schon ein erfolgreicher Mediator? Wohl kaum. Zumindest nicht ohne eine entsprechende Ausbildung. Mediation als professionelles Verfahren muss erlernt werden. Die Möglichkeit dazu bietet sich im Rahmen verschiedener Lehrgänge, von denen einige speziell auf die Bedürfnisse von Wirtschafts- und Organisationsmediatoren zugeschnitten sind.

Auf die richtige Ausbildung kommt es an

Hinsichtlich ihrer Inhalte, ihrer Struktur und Dauer fallen diese Kurse recht unterschiedlich aus. Das Spektrum reicht von etwa zweitägigen Seminaren, die Führungskräfte mit mediatorischem Grundlagen-Know-how ausrüsten, über universitäre Fern- und Aufbaustudiengänge bis hin zu umfangreichen, nicht akademischen berufsbegleitenden Ausbildungen, die sich die 200-stündige Unterrichtsvorgabe der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation zum Vorbild genommen haben.

Die Spannbreite erklärt sich zum einen damit, dass nicht jeder das Mediieren gleich zu seinem Beruf machen will. Vielen Führungskräften ist beispielsweise daran gelegen, eine neue Methode des Konfliktmanagements zu kennen und zu beherrschen, um bei Streitereien im Unternehmen künftig nicht mehr rat- und tatenlos daneben stehen zu müssen. Zum anderen bringen zahlreiche Mediatoren in spe bereits nützliche Vorkenntnisse aus ihren Ursprungsberufen mit und wollen sich redundante Ausbildungsinhalte verständlicherweise ersparen. Sie setzen eher auf punktuelle Maßnahmen, um gezielt Wissens- und Know-how-Defizite zu beheben.

Persönlichkeitsmerkmale, die ein Mediator mitbringen sollte

  • Menschlichkeit und die Fähigkeit zur Empathie
    Sich einfühlen können heißt, die Mediationsparteien wirklich verstehen, ihnen mit Wertschätzung zu begegnen - und ihnen zu zeigen, dass auch sie sich nichts vergeben, wenn sie Empathie füreinander entwickeln.

  • Humor
    Humor löst Blockaden. Einem humorvollen Streitvermittler gelingt es daher eher, für eine entspannte, vertrauensvolle Atmosphäre zu sorgen.

  • Geduld und Wahrnehmungsfähigkeit
    Weil der Mediator ein ebenso geduldiger wie aufmerksamer Zuhörer und Beobachter ist, gelingt es ihm rasch, Konflikthintergründe zu explorieren.

  • Nervenstärke
    Es gilt, Ruhe zu bewahren, wenn Situationen zu eskalieren drohen oder wenn die Kontrahenten versuchen, den Konflikt auf die Person des Mediators zu projizieren.

  • Lebenserfahrung und Peer-Fähigkeit
    Der Mediator benötigt die soziale Anerkennung seiner Klientel. Diese Akzeptanz resultiert aus Faktoren wie Alter, Reife, Lebenserfahrung und der Kenntnis des beruflichen Umfelds der Mediationsparteien.

  • Analytischer Verstand und Artikulationsfähigkeit
    Der Mediator muss in der Lage sein, das, was er gehört und gesehen hat, rasch zu begreifen und es geschickt in eigene Worte zu fassen, um die Interessen aus den Vorwürfen der Streitenden herauszuschälen.


Was wurde für die Marktübersicht untersucht?

Unsere Marktübersicht gibt Ihnen einen Überblick über 23 verschiedene Lehrgänge, Ausbildungen, Intensivkurse und Studiengänge, die ihren Schwerpunkt auf die Wirtschafts- und Organisationsmediation setzen.

Folgende Punkte wurden für die Marktübersicht besonders betrachtet:

  • Teilnehmer/Zielgruppe
  • Inhaltliche Schwerpunkte
  • Lehrmethoden
  • Abschluss
  • Dauer
  • Kosten
  • Termine

Zeitpunkt der Erhebung: August 2005


23 Ausbildungen zum Wirtschaftsmediator

Die Marktübersicht '23 Ausbildungen zum Wirtschaftsmediator' (aus: Seminare 2006) inkl. detaillierten Hintergrundinformationen zum Thema Mediation (u.a. die vier Grundsätze des Mediationsverfahrens sowie ein Blick in den Werkzeugkoffer des Mediators) können Sie hier als PDF-Datei laden.


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