Der Markt der e-Trainer-Qualifizierungen
Der Schritt vom Trainer zum e-Trainer ist kein unüberwindbares Hindernis, sollte aber gelernt werden. An einschlägigen Qualifizierungsangeboten mangelt es hierfür nicht. Neben der technischen Bedienung des virtuellen Raums sollte in einer entsprechenden Ausbildung der didaktischen Planung, das heißt der Planung der Unterrichtsabläufe und der verschiedenen Vermittlungsphasen, des Vortrags, der Interaktivität, der Gruppenarbeit und der Evaluierung des Transfererfolgs besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden.
Besonders wichtig: Die meisten angehenden e-Trainer und Teletutoren verfügen selbst kaum über Erfahrungen als Lernende im virtuellen Raum. Daher sollten sie in einer entsprechenden Ausbildung auch am eigenen Leib erfahren, worin die besonderen Herausforderungen und Stolpersteine des virtuellen Lernens bestehen, bevor sie in einem nächsten Schritt als Tutor Lernende betreuen oder als Moderator einen Chat leiten. Lernen durch eigene Erfahrung und Learning by Doing sind daher zentrale Maximen bei der Vermittlung des notwendigen Know-hows zum e-Trainer.
Im Idealfall werden dabei die Inhalte zwar vor Ort, aber verteilt auf verschiedene Räume vermittelt. So machen e-Trainer ihre ersten Erfahrungen, wie Lernende virtuelle Unterrichte erleben und Wissen aufnehmen. Zum Ende der Ausbildung nehmen die Teilnehmer dann vielleicht noch an Test-Seminaren ihrer Trainerkollegen teil und erleben auf diese Weise unterschiedliche Unterrichtsstile und Techniken zur Wissensvermittlung. Diese praktischen Erfahrungen erweisen sich als äußerst hilfreich, um auch als e-Trainer sein bevorzugtes und persönlich stimmiges Vorgehen bei der Unterrichtsdurchführung herauszufinden.
Die nahezu unbegrenzten Variationen von Blended-Learning-Konzepten spiegeln sich folglich auch in den Lehrgängen wider. Manche setzen das Präsenzseminar an den Anfang, manche starten mit einer Online-Phase. Einige arbeiten mit modular abgeschlossenen Trainingseinheiten und klaren inhaltlichen Schwerpunkten. Andere erheben den Lernprozess zum Inhalt und propagieren aufeinander aufbauende Lernziele. Ein Teil der Anbieter arbeitet überwiegend mit asynchronen Kommunikations-Tools, ein anderer Teil vermittelt maßgeblich synchrone Lernformen.
Trainern kann daher nur der Rat gegeben werden, die entsprechenden Lehrgänge auf die zur persönlichen Arbeitssituation passenden Inhalte zu prüfen und auch zu gucken, ob die Philosophie des Anbieters mit der eigenen Arbeitsphilosophie im Präsenztraining harmoniert.
Was wurde untersucht?
In unserer Marktübersicht wurden 19 Train-the-e-Trainer-Lehrgänge miteinander verglichen.
Die Marktübersicht nennt die Ausbildungen sowie Namen und Anschriften der Anbieter. Auf folgende Punkte wurde beim Vergleich der Ausbildungen geachtet:
- Inhaltliche Schwerpunkte
- Lehrmethoden
- Dauer
- Kosten
- Termine/Ort
- ggf. Lernplattform und Besonderheiten
Zeitpunkt der Erhebung: Juli 2007
Neben der Marktübersicht erhalten Sie einen einführenden Fachartikel zum Thema 'Souverän trainieren im virtuellen Raum'.
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