Wie stellt sich der Markt dar?
Die Verwendung des Begriffs 'Organisationsaufstellung' ist manchmal etwas missverständlich; denn es besteht ein Unterschied zwischen einer Organisationsaufstellung, bei der die gesamte Organisation oder ein Teil davon aufgestellt wird, und einer Aufstellung, die ein persönliches oder berufliches Anliegen zum Inhalt hat. Aufstellungen helfen dabei, soziale Beziehungsgeflechte und abstrakte Probleme leichter zu durchschauen und Lösungsmöglichkeiten zu finden.
Man unterscheidet drei Formen der Aufstellungen:
- Familienaufstellung nach Bert Helliger
Familienaufstellungen dienen dazu, Beziehungsgeflechte im Familiensystem zu visualisieren. Der Aufstellungsleiter arbeitet dabei nicht mit realen Familienmitgliedern zusammen, sondern mit externen Stellvertretern.
- Klassische Organisationsaufstellung
Im Unterschied zur Familienaufstellung ist hier die emotionale Intensität geringer, es wird dennoch in der Regel wie bei Familienaufstellungen mit externen Stellvertretern gearbeitet. Der Aufstellungsleiter hält sich bei der Organisationsaufstellung stärker bei der Lösungsformulierung zurück als beim Familienstellen.
- Systemische Strukturaufstellung
Diese Aufstellung lässt sich sowohl im Familien- als auch im Berufskontext einsetzen. Im Unterschied zur klassischen Aufstellung wird hier häufiger mit Abstracta gearbeitet, werden Gegenstände statt Personen aufgestellt. Außer dem Anlagenbringer weiß dann niemand, worum es in der Aufstellung geht.
Fortbildungen zum Organisationsaufsteller richten sich in der Regel an Berater, Trainer und Coaches. Die Lehrgänge bieten keine Grundausbildung, sondern eine Einführung in die Theorie und viele praktische Übungen.
Wie kommt man zur richtigen Fortbildung?
Wer als Aufstellungsleiter tätig sein bzw. das Verfahren in sein Trainings- und Beratungsangebot einbinden will, muss bestimmte Kompetenzen mitbringen, bevor er sich in einem Lehrgang entsprechend ausbilden lässt. Dazu zählen:
- eine gute Beobachtungsgabe
- Empathie
- Kommunikationskompetenz
- Lösungsorientierung
- Fähigkeit zur Selbstreflexion
Die meisten Fortbildungen zum Organisationsaufsteller richten sich an Trainer, Berater, Coaches, und Supervisoren. Nur einige Lehrgänge stehen auch Führungskräften, Personalmanagern und -entwicklern offen. Bei der Auswahl der Fortbildung ist also darauf zu achten, ob man die erforderlichen Teilnahmevoraussetzungen mitbringt.
Weiterhin hängt die Auswahl des richtigen Kurses von den Zielen ab, die man erreichen will:
- Wer nur ein paar Elemente der Aufstellungsarbeit für seine Trainings- bzw. Beratungspraxis nutzen will, fährt mit einem mehrtägigen Einführungslehrgang gut.
- Wer das Aufstellen aber versiert beherrschen will, sollte einen mehrwöchigen, intensiveren Kurs besuchen.
Was wurde untersucht?
Für die Marktübersicht wurden 18 Fortbildungen zum Organisationsberater untersucht. Dabei wurden auch Fortbildungen berücksichtigt, die zwar ein deutliches Gewicht auf den Berufskontext legen, doch nicht strikt darauf beschränkt sind, obgleich Berater, Coaches und Trainer ausdrücklich zur Zielgruppe gehören. Einen Mix bezeichnen viele Experten als sinnvoll, da die Ebenen auch in der täglichen Arbeit häufig ineinander greifen und sich das Verfahren in seinen Grundzügen deckt.
Folgende Punkte wurden genauer betrachtet:
- Zielgruppe
- Teilnahmevoraussetzungen
- Inhalte der Ausbildung
- Didaktische Besonderheiten, Praxisbezug
- Dauer
- Ort
- Nächster Starttermin
- Preis
Erhebungszeitraum: März 2003
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