Leser- und Pressestimmen
Ermöglichungscoaching? Ein etwas ungewohnter Begriff, aber ein fruchtbares Konzept, wenn man sich darauf einlässt. Die Autoren und Herausgeber laden an mehreren Stellen des Buchs ein, sich kritisch mit ihren Aussagen und Darstellungen zu beschäftigen und ihren Ansatz des „Ermöglichungscoachings“ nicht als ein fixes non plus ultra zu betrachten. Ermöglichungscoaching versteht sich als ein aus der Pädagogik entwickelter Ansatz, in dem die Leitlinien der sogenannten Ermöglichungsdidaktik auf Coaching im beruflichen und privaten Kontext übertragen werden. (...) Besondere Würdigung aus meiner Perspektive verdient der ehrgeizige und selbstbewusste Anspruch, einen Beitrag zur Professionalisierung des Coaching-Gewerbes leisten zu können, in dem die eigene theoretischen Ausgangslage wie auch die sich daran anschließende praktische Umsetzung transparent zur Diskussion gestellt werden. Herausfordernd für jeden Coach – denn an diese Zielgruppe richten sich die Autoren und Herausgeber explizit – ist allerdings der Aufbau und die Struktur dieser Offenlegung. (...)
Das Buch kann durch die transparente Darstellung von Handlungsprinzipien und der Beschreibung ihrer praktischen Umsetzung einen wertvollen Beitrag zu einer differenzierteren Diskussion der professionellen Ausgestaltung des Coaching-Berufs leisten.
Ulrich Schoop, Rezensent für www.coaching-literatur.de
Fast jede Form von Beratung, Begleitung und Training schmückt sich inzwischen mit dem exklusien Etikett des Coachings. Der Begriff ist populär und verwässert zusehends. Bei näherem Hinsehen bewegen sich viele Coachs lediglich auf der Stufe der Beratung. Sie scheitern an der Aufgabe, dem Klienten einen Zugang zu seinen eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu erschließen und sein Repertoire an Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Genau das sollte aber Anspruch eines Coaches und Ziel des Coachings sein. Vor diesem Hintergrund leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur dringend notwendigen Professionalisierung des unübersichtlich wachsenden Coaching-Marktes. Anstelle neuer Definitionen und vager Qualitätskriterien, die gegenwärtig ebenso kontrovers wie ergebnislos diskutiert werden, erhält der Leser eine konsequente wissenschaftliche Fundierung des Coachings. Ausgehend vom Konzept der Ermöglichungsdidaktik zeigen die Autoren, wie sich selbstgesteuerte und selbstbestimmte Lernprozesse des Klienten initiieren und im Coach-Prozess zielgerichtet umsetzen lassen.
Rezension in Jahrbuch Personalentwicklung 2008
...Ich erhalte eine wissenschaftlich begründete Fundierung des
'Coachings-Geschäftes'. Die Autoren führen mich in ein Konzept ein, mit dem
sich selbstgesteuerte und selbstbestimmte Lernprozesse im Klienten
initiieren lassen und über den Ermöglichungs-Coach umsetzen lassen. Wie die
Autoren als praktizierende Ermöglichungs-Coaches die eigene Entwicklung
durch neue Wege des Lernens bereichern und Lernprozesse in Selbststeuerung
vollziehen können, ist Ziel jedes Ermöglichungs-Coaches. So war es stets
erklärte Absicht, sorgsam und erwachsen ein Lern.- und Entwicklungsfeld von
Seiten des Coaches zu arrangieren, 'auf dem Klienten die Türen gezeigt
werden, die ihnen neue Wege ermöglichen'. Und dann mit Geduld, Vertrauen,
Glauben und klaren Worten den Klienten darin zu unterstützen, die Lösungen
für sein Anliegen in die Welt zu setzen. Mit ihren aus der Praxis
ausgewählten Beispielen bzw. Belegen zeigen die Autoren ihre
Transferleistungen in Richtung Klienten deutlich auf. Die Autoren zeigen
anhand ihrer Landkarte und der daraus sich ergebenden Handlungsweisen, wie
sie Ermöglichungs-Coaching an- und einsetzen. Von der Praxisträchtigkeit
dieses Buches schließen die Autoren eine Lücke in der Literatur. Mit
überzahlreichen Anregungen und Informationen wird eine Wissensquelle
angeboten, mit der sich Coaches auf ihre Coachingangebote innerlich
einstimmen können und Werkzeuge es werden angeboten, mit denen sich Menschen
in Organisationen bereitwillig und kontextbezogen coachen lassen.
Dr. Karl-J. Kluge für die erew BIBLIO-KOM
... mit großem Interesse habe ich das Buch Ermöglichungscoaching gelesen und dabei natürlich vieles von dem angewandt gesehen, was wir in unseren Studien in Kaiserslautern entwickelt haben. Vielen Dank für dies gelungene Transformation.
Prof. Dr. Rolf Arnold
Ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Ermöglichungscoaching ist sowohl theoretisch als auch praktisch gut bis sehr gut beschrieben und die Wirksamkeit dargestellt. Die Lesenden treffen auf Autoren, die ihren Werkzeug- und Methodenkoffer öffnen und damit den Verantwortlichen für Coachingprozesse in Unternehmen vielfältiges und handlungsleitendes Material an die Hand geben.
Esther Schmitt, Trainerin bei der St. Elisabeth Innovativen Sozialarbeit gGmbH (GISA)
Ein Werk, dass einen respektablen Versuch unternimmt, Coaching wissenschaftlich zu fundieren. Das Autorenteam darf sich erlauben, eine Meinung zu haben. Diesen Ansatz zu verfolgen bedeutet auch, sich mit dem, meiner Meinung nach, derzeit vorherrschenden, eher psychologischen Ansatz auseinanderzusetzen. Für den Leser ohne fundiertes Vorwissen ist das Werk eher ungeeignet. Für Leser, die bereits in der Materie Coaching verankert sind, ist es eine Chance zur Reflektion. Eine besondere Wirkung kann das Buch für Lehr-Coaches entfalten.
Der erfreulich hohe Praxisbezug bietet Interessierten und Profis eine hohe thematische Relevanz und unterstreicht den hier beschriebenen 'state of the art'.
Axel Janßen, 18.05.06 für dvct
Endlich mal wieder ein Coachingbuch, welches sich um die theoretischen Grundlagen dieser Beratungsrichtung kümmert und damit einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung des Coachings leistet. Und für alle Leser mit leichter Theorie-Phobie sei gleich erwähnt, dass die Hälfte des Buches aus Praxisschilderungen besteht.
Jörg Middendorf für mwonline, April 06 - Drei von drei möglichen Bewertungssternen