Anwendungsbereiche
'Wortbild-Assoziationen' eignet sich zu Beginn der Supervision, vor der Bearbeitungsphase, insbesondere in Einzelsupervision oder Coaching. Das Tool kann aber auch in Gruppen- oder Teamsupervisionen eingesetzt werden. Dann wird die Aufgabe gleichzeitig von allen bearbeitet.
In Gruppen- oder Teamsupervisionen steht die Assoziationskette des Problem- oder Schlüsselwort-Gebers im Vordergrund. Auf seinen Wunsch hin können die Assoziationen der anderen Supervisanden mitgeteilt werden. Der Schlüsselwort-Geber entscheidet, ob diese weiteren Assoziationen für die Lösung seines Problems nützlich sind. Eine gemeinsame Diskussion oder Bewertung der Assoziationen im Sinne von richtig, falsch, wahr, unwahr, weiter- oder irreführend findet nicht statt.
Die Erfahrung zeigt, dass Mehrfachnennungen auf den Supervisanden bestätigend wirken. Sie verführen aber auch dazu, Wahrscheinlichkeiten und Wirklichkeiten daraus abzuleiten.
Zielsetzung und Effekte
Die meisten Supervisanden nehmen (noch) an, dass eine Beschäftigung mit dem Problem notwendig ist. Manche reagieren irritiert, wenn dem Problem keine weitere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Einladung zur Wortbild-Assoziation unterbricht die Problemschilderung des Supervisanden, verschiebt die Fokussierung.
Die Visualisierung schafft Distanz und ermöglicht einen anderen Zugang. Die freie Assoziation fördert das Loslassen der naheliegenden, sozial erwartbaren Verbindungen und Bedeutungen und das Erschaffen weiterer möglicher Bedeutungen,
die Lösungsansätze sein können.
In den Assoziationen kann der Supervisand dem Guten im Schlechten, dem Gewinn aus dem Problem, dem Ausgeblendeten auf die Spur kommen. Unterstellt man, dass Probleme Ergebnis einer gedanklichen Verengung sein könnten, so erweitert der Supervisand hier wieder den gedanklichen Tunnelblick. Der Supervisand ist dabei der Wort- und Bedeutungsschöpfer.
Dem Supervisor erleichtert diese 'Übung' die Haltung des Nicht-Wissens. Sie ermöglicht dem Supervisor, den Bedeutungsgebungen der Supervisanden auf die Spur zu kommen und lässt die Verantwortung bei den Supervisanden.
Anleitung für 'Wortbild-Assoziationen'
Wie Sie das Supervisions-Tool 'Wortbild-Assoziationen' richtig anwenden und einsetzen, zeigt die Anleitung von Christine Lampert, die Sie folgendem Beitrag entnehmen können.
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