Anlässe und Anwendungsgebiete
'Agendapunkt Kotz' stellt eine konkrete Interventionsmethode für Workshops oder Seminare dar, in denen Teilnehmer nicht mehr arbeitsfähig sind, weil sie durch die aktuelle Krisensituation oder durch schwierige Rahmenbedingungen in einer 'Jammer- oder Problemtrance' stecken.
Die Methode kann an den unterschiedlichsten Stellen einer Veranstaltung eingesetzt werden:
- Zu Beginn, wenn bereits klar ist, dass die Teilnehmer die aktuelle Situation 'ankotzt' und sie Wut ablassen müssen.
- Während einer Veranstaltung, folglich genau dann, wenn eben deutlich wird, dass die Gruppe nicht mehr arbeitsfähig ist.
- Wenn der Moderator/Trainer regelmäßig mit der Gruppe arbeitet, wie z.B. in Projekten, und weiß, dass unter anhaltend schwierigen Bedingungen gearbeitet werden muss. Hier wird bei jedem Projektmeeting zu Beginn der 'Agendapunkt Kotz' auf die Tagesordnung gesetzt.
Zielsetzung
Für Trainer, Berater oder Moderatoren ist es immer wieder herausfordernd, einerseits an konkreten inhaltlichen Themen arbeiten zu sollen, andererseits die Gefühle der Teilnehmer, die krisenhafte Situationen durchleben, zuzulassen, sie ernst zu nehmen und offen anzusprechen.
Erfahrungsgemäß kann man mit Gruppen, die sich in Krisensituationen befinden, zunächst wenig energie- bzw. lösungsorientiert arbeiten. Als Trainer spielt oft die Angst mit, dann eventuell gar nicht mehr aus einer solchen 'Jammer- oder Problemtrance' herauszukommen. Daher es ist es notwendig, die schwierige Situation zu thematisieren, indem das 'Thema/Problem' benannt und Emotionen Raum gegeben wird, um dann gemeinsam Schritt für Schritt zu möglichen Handlungs- und Lösungsansätzen überzuleiten.
Durch diesen 'Sidestep'-Prozess können die Teilnehmer wieder gewonnen werden, sich auf die zu bearbeitende Thematik einzulassen bzw. zu konzentrieren.
Anleitung für 'Agendapunkt Kotz'
Wie Sie die Interventionsmethode 'Agendapunkt Kotz' anwenden, können Sie in der Anleitung von Katharina Fehse nachlesen.
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