Dauer
Die Übung dauert je nach Gruppengröße zwischen 30 und 60 Minuten.
Anwendungsbereiche
Die 'Transfer-Spirale'...
- bietet sich immer dann an, wenn die Teilnehmer am Ende eines Workshops darin unterstützt werden sollen, das Gelernte/Erfahrene nochmals individuell zu verarbeiten und daraus persönliche Handlungskonsequenzen für die Praxis abzuleiten, die sie idealerweise sofort in die Tat umsetzen und dauerhaft beibehalten.
- eignet sich für Fach- und Veränderungsthemen gleichermaßen. Besonders wirkungsvoll ist ihr Einsatz, wenn die gemeinsame Erkenntnis erzeugt werden soll, dass jeder Einzelne auf seine Weise von den Ergebnissen des Workshops profitieren kann, und
die persönlichen Veränderungen aller Teilnehmer wiederum wechselwirksam zum Erfolg der gesamten Organisationseinheit beitragen.
- eignet sich in der hier beschriebenen Form ideal für die Arbeit mit Gruppen bis 16 Teilnehmer.
Zielsetzung/Nutzen
Workshops bedeuten für die Teilnehmer in gewisser Weise 'Urlaub vom Tagesgeschäft'. Ein wesentlicher Vorteil dieser Situation besteht darin, dass es endlich mal möglich ist, die 'richtigen Leute' zu versammeln, um gemeinsam ein bedeutsames Thema in seiner ganzen Komplexität in einer störungsfreien Atmosphäre intensiv zu bearbeiten.
Die hohe Produktivität, die beim 'Urlaub vom Tagesgeschäft' herrscht, verleitet allerdings oftmals zu übertrieben optimistischen Einschätzungen, welche Maßnahmen in welcher Zeit und Qualität im betrieblichen Alltag tatsächlich umgesetzt werden können. Häufig nehmen sich die
Teilnehmer zu viel vor, was bei der 'Rückkehr in die Praxis' zu Verzettelung führt und bald schon Resignation auslöst.
Hinzu kommt, dass in den meisten Workshops die (generell auch
sinnvolle) 'Wir-Perspektive' im Vordergrund steht. Es werden zwar Einzelpersonen als Umsetzungsverantwortliche benannt, aber eben für Maßnahmen, die 'wir' gemeinsam umsetzen wollen. Was meistens untergeht, ist die Frage: 'Was kann denn jeder einzelne Teilnehmer tun, um die Erfahrungen und Resultate des Workshops dauerhaft in sein Tagesgeschäft zu integrieren?'. An dieser Frage setzt die 'Transfer-Spirale' an, indem sie die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf deren individuelle Veränderungswünsche richtet.
Sie werden aufgefordert, sich dabei auf nur eine Maßnahme zu konzentrieren, die für sie die größte Bedeutung hat. Diese Fokussierung bündelt die Energien auf ein wirklich erstrebenswertes Ziel und verhindert, dass sich die Teilnehmer im Alltag in der Umsetzung diffuser Absichtserklärungen verzetteln.
Mithilfe der 'Transfer-Spirale' beginnt der nachhaltige Praxistransfer bereits im Workshop. Jeder Teilnehmer identifiziert 'seine' persönliche Maßnahme, stellt diese bildhaft dar (schafft so einen visuellen 'Anker'), kommuniziert seinen Plan in der Gruppe (verstärkt durch diese öffentliche Selbstverpflichtung den eigenen Handlungsdruck) und erkennt, wie die eigenen Pläne und die Absichten der Kollegen letztendlich zum Gesamterfolg des Workshops beitragen. Ein Foto, das jeder Teilnehmer zum Abschluss erhält, verstärkt die Verankerung der individuellen und kollektiven Zielsetzung gleichermaßen.
Anleitung für 'Transfer-Spirale'
Wie Sie das Change-Tool 'Transfer-Spirale' richtig anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Andrea Ramscheidt.
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