Dauer
Für die intensive Bearbeitung eines Themas in der hier vorgestellten Variante benötigt eine Gruppe ungefähr 45 bis 60 Minuten.
Anwendungsbereiche
Die Methode ist vor allem in der Bearbeitungsphase von Workshops hilfreich. Wenn die aktuell existierenden Strategien, Prozesse, Strukturen, Produkte oder Dienstleistungen einer Organisation optimiert werden sollen, hilft 'SCAMPER', schnell und interaktiv möglichst viele Ideen der Teilnehmer ans Licht zu bringen und grob zu sortieren.
Grundsätzlich eignet sich das Tool zur Bearbeitung beinahe jeder Fragestellung im Sinne von 'Wie verbessern wir xy?'. Meist wird das Tool in der Arbeit mit Kleingruppen von drei bis sechs Personen eingesetzt. Die Methode kann aber auch leicht für die Anwendung in Workshops mit vielen Teilnehmern modifiziert werden.
Zielsetzung/Nutzen
Der herausragende Nutzen dieser Methode besteht in der Verbindung von Interaktion, Tempo, Kreativität und Systematik. 'SCAMPER' nutzt die Stärken der Brainstorming-Technik (schnell gemeinsam viele spontane Ideen generieren) und vermeidet deren Nachteile (chaotische Vielfalt ohne System).
Die sieben SCAMPER-Fragen sorgen für ein Mindestmaß an Struktur, ohne die Kreativität der Teilnehmer einzuengen. Die Regeln des Brainstormings stellen dabei sicher, dass vielfältige Ideen generiert werden, (fast) alles erlaubt ist, jeder sich einbringt und die Ideen nicht voreilig bewertet oder zerredet werden.
Obwohl 'SCAMPER' 'nur' die Ideen zur Verbesserung von Bestehendem abfragt, kann das Resultat durchaus eine radikale Veränderung auslösen. Das Spektrum der möglichen Entscheidungen am Ende der Themenbearbeitung reicht von 'geringfügig anpassen' bis 'über Bord werfen und etwas ganz anderes tun'.
Ob im Marketing oder in der Produktentwicklung - überall, wo permanente Veränderung gefragt ist, fördert 'SCAMPER' das Querdenken und produziert oft überraschende Lösungen. 'SCAMPER' gehört als Standard-Tool in den Werkzeugkasten jeder kreativen Gruppe.
Anleitung für 'SCAMPER'
Wie Sie das Change-Tool 'SCAMPER' richtig anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Armin Rohm.
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