Dauer
Zwei Stunden bei einer Gruppe von 15 Teilnehmern, drei Stunden bei 30 Teilnehmern.
Anwendungsbereiche
Das Tool ist besonders dann hilfreich, wenn ein Veränderungsprojekt die bestehenden Strukturen und Prozesse stark verändern wird und deshalb zu vermuten ist, dass das Vorhaben bei den Betroffenen viele Fragen aufwirft und unterschiedliche Hoffnungen und Ängste auslöst.
Idealerweise wird 'Pinocchio' bereits in der frühen Konzeptionsphase eingesetzt, weit bevor das Projekt konkretisiert oder gar implementiert wird. So können positive und negative Erwartungen ermittelt werden und schon zu Beginn angemessen in das Veränderungskonzept einfließen. Doch muss die Veränderung zumindest schon in Umrissen deutlich sein, beispielsweise als erste Ideenskizze einer Projektgruppe oder einer Entscheidungsinstanz. Nur dann können geäußerte Erwartungen so konkret sein, dass sie bearbeitet werden können.
Pinocchio kann sowohl mit heterogenen als auch mit homogenen Gruppen mit neun bis zu dreißig Teilnehmern durchgeführt werden.
Zielsetzung/Nutzen
'Pinocchio' sorgt auf spielerische Weise dafür, dass die in einem Organisationssystem wirksamen Erwartungen im Hinblick auf einen Veränderungsprozess identifiziert werden. Das Tool verbindet dabei verschiedene Blickwinkel: Die Teilnehmer diskutieren die eigenen Sichtweisen in Dreier-Gruppen mit ihren direkten Kollegen und erfahren, inwieweit in ihrer Organisationseinheit diesbezüglich Konsens besteht.
Darüber hinaus tauschen sie Vermutungen darüber aus, ob in anderen Organisationseinheiten die 'Dinge' eher ähnlich oder vielleicht auch ganz anders gesehen werden. Gleichzeitig erhalten sie genau von diesen Einheiten wiederum selbst Feedback und erfahren so, wie sie durch deren Brille gesehen werden. Dieser vielfältige Zugang zu bislang Ungewissem macht die Dynamik (und das Dynamit) des Tools aus.
Anleitung für 'Pinocchio'
Wie Sie das Change-Tool 'Pinocchio' anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Frank Wippermann, die sie unserem Beitrag entnehmen können.
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