Dauer
Die Dauer ist von der Gruppengröße und dem sich aus der Analyse ergebenden Gesprächsbedarf abhängig. Eineinhalb bis zwei Stunden sollten mindestens eingeplant werden, um für den Austausch im vierten Schritt genügend Zeit zu lassen.
Anwendungsbereiche
Das Tool kommt in der Phase 'Bearbeiten' zum Einsatz und dient der Verbesserung der Kommunikationsbeziehungen zwischen anwesenden Personen (z.B. Mitglieder eines Teams oder Vertreter von Geschäftsbereichen). Die Anwendung dieser Methode ist immer dann sinnvoll,
- wenn im Change-Prozess neue Strukturen/Verantwortlichkeiten/Prozesse definiert wurden, die sich noch nicht eingespielt haben,
- wenn im Workshop Kommunikationsschwierigkeiten festgestellt wurden und sichergestellt werden soll, dass die Betroffenen jenseits des Tagesgeschäfts ins Gespräch kommen und Maßnahmen verabreden,
- wenn im Rahmen eines Team-Workshops die Beziehungen zwischen den einzelnen Teammitgliedern überprüft und verbessert werden sollen.
Das Tool ist gut geeignet für Gruppen zwischen 6 und 15 Teilnehmern.
Zielsetzung/Nutzen
Veränderungsvorhaben scheitern, wenn die auf dem Papier designten Strukturen und Prozesse nicht mit Leben gefüllt und reflektiert werden. Die Anwendung des Kommunikations-Soziogramms hilft,
- neue oder unklare Schnittstellen/Abhängigkeiten oder Kommunikationsbedarfe sichtbar zu machen,
- Austausch/Abstimmungen zu priorisieren und durchzuführen.
Das Soziogramm verschafft den Workshop-Teilnehmern ein schnelles Stimmungsbild, wie die Kommunikation zwischen Personen bzw. Bereichen insgesamt erlebt wird. Gleichzeitig ermöglicht die Intervention auch eine differenzierte Einschätzung der bilateralen Beziehungen. Jeder, der Verbesserungsbedarf sieht, kann aktiv auf die entsprechende Person oder Zielgruppe zugehen, um im (vertraulichen) Gespräch eventuelle Störungen zu beseitigen und Vereinbarungen für die Zukunft zu treffen.
Anleitung für das 'Kommunikations-Soziogramm'
Wie Sie das Change-Tool 'Kommunikations-Soziogramm' anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Claudia Bingel und Christian Berndt, die sie unserem Beitrag entnehmen können.
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