Dauer
Zwei bis drei Stunden.
Anwendungsbereiche
Das Tool kommt am Ende der Phase 'Orientierung' zur Anwendung, wenn die Sachthemen weitgehend erarbeitet sind und das Themen-Portfolio scheinbar schon vollständig ist. 'Klartext!' wird eingesetzt, wenn es darauf ankommt sicherzustellen, dass auch die psychologischen Themen eines Veränderungsprozesses identifiziert und angemessen bearbeitet werden. Dies ist zum Beispiel bei vielen Reorganisationen notwendig, wenn Leidensdruck, Zukunftsängste und Misstrauen die Veränderungsenergie blockieren.
Zielsetzung und Nutzen
Veränderungsvorhaben scheitern in der Praxis häufig an den 'geheimen Tagesordnungspunkten' einer Organisation. Was sich auf der Handlungsebene als Trägheit, Schubladendenken oder Widerstand äußert, ist oft Ausdruck massiver Verunsicherung der beteiligten Menschen. Sie nehmen eben nicht nur die Chancen einer Veränderung wahr, sondern fürchten auch Rückschläge, Risiken, Verschlechterungen und Niederlagen. Erfahrungen aus früheren Change-Prozessen rechtfertigen und verstärken meist diesen pessimistischen Blickwinkel.
Es sind oft die unsichtbaren Themen, die darüber entscheiden, wie Menschen zu einem Projekt stehen und wie sie sich verhalten, wenn es 'enger' wird: ob sie loyal mitgehen oder skeptisch zurückbleiben. Werden diese Themen offen angesprochen und bearbeitet, so ist es für die Beteiligten nicht nötig, ihre Motive und Bedürfnisse in Sachaussagen zu verstecken und Neuerungen inhaltlich zu blockieren.
Ans Licht kommen mit 'Klartext!' z.B. die Sorgen eines Teamleiters um die Zukunft seiner Mitarbeiter nach einer Umstrukturierung oder die Sprachlosigkeit von Führungskräften, die Konflikte mit ihrem Chef nicht ansprechen, weil sie Sanktionen fürchten und nicht mehr daran glauben, dass sich etwas ändern wird.
Mit 'Klartext!' können die im Untergrund schwelenden Sichtweisen früh identifiziert werden, damit sie nicht auf der Sachebene ihre destruktive Kraft entfalten müssen.
Anleitung für 'Klartext'
Wie Sie das Change-Tool 'Klartext' richtig anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Hubert Hötzl, die sie folgendem Beitrag (aus: 'Change-Tools') entnehmen können.
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