Dauer
Die Anwendung der Methode dauert je nach Gruppengröße drei bis dreieinhalb Stunden.
Anwendungsbereiche
'Gescheiter scheitern' ist ein Bearbeitungs-Tool, das sinnvoll im Rahmen von Workshops eingesetzt werden kann, die sich mit einem oder mehreren Projekten beschäftigen, von denen zumindest eines als gescheitert betrachtet wird. Zu diesen Workshops gehören Veranstaltungen wie z.B. Projekt-Reviews oder (Zwischen-)Evaluationen. Das Tool eignet sich für eine Gruppengröße von acht bis 20 Teilnehmern.
Zielsetzung/Nutzen
Scheitern ist ein Tabuthema in unserer leistungsorientierten Gesellschaft. Weder in Unternehmen noch privat wird gerne über misslungene Vorhaben gesprochen. Wir feiern lieber unsere Erfolge. Doch: Verbieten wir uns das Scheitern bzw. den Dialog darüber, können wir kaum aus Fehlern lernen und berauben uns damit einer möglichen Entwicklungschance.
Die konkrete Benennung der Schattenseiten eines Projektes und die systematische Bearbeitung der kritischen Themen ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches individuelles und organisationales Lernen. Zwar kann man Scheitern nicht immer in Erfolg verwandeln, aber man kann neue, intelligentere Fehler wagen, statt alte dumme Fehler zu wiederholen.
Konkret unterstützt das Tool Unternehmen dabei, anhand eines misslungenen Projekts Muster und Logiken des Scheiterns zu erkennen, die Mitarbeiter, das Management und die Organisation mit all ihren Potenzialen und Risiken besser kennenzulernen und Maßnahmen für ein 'gescheites' Scheitern zu entwickeln.
Langfristiges Ziel ist es, Organisationen dabei zu helfen, eine Unternehmenskultur zu entwickeln, die Scheitern nicht tabuisiert, sondern die damit verbundenen Möglichkeiten zu schätzen und zu nutzen weiß. Denn dies ermöglicht nach angemessener Zeit einen konstruktiven Umgang mit gescheiterten Projekten. Die bisher gefühlte Niederlage kann neue Sichtweisen eröffnen und als Gelegenheit für Korrekturen begriffen werden.
Anleitung für 'Gescheiter scheitern'
Wie Sie das Change-Tool 'Gescheiter scheitern' richtig anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Dr. Leila Steinhilper und Lars Burmeister.
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