Dauer
Die Durchführung und Auswertung dauert in der hier beschriebenen Variante ungefähr eine Stunde.
Anwendungsbereiche
'Dynaxity' kann mit unterschiedlichen Zielsetzungen in verschiedenen Projekt- und Workshop-Phasen eingesetzt werden. Je nach Ausgangssituation und gewünschtem Lerneffekt kann
'Dynaxity' inszeniert werden, als
- 'Frühwarn-Tool' in der Startphase von komplexen Projekten - insbesondere bei Vorhaben, die den Beteiligten außergewöhnliche Anstrengungen abverlangen,
- 'Aha-Erlebnis' zur Einleitung einer differenzierten Situationsanalyse, wenn Projekte ins Stocken geraten sind, die Produktivität leidet und die Beteiligten zunehmend die Nerven verlieren,
- einfache Aktivierungsübung nach einer Pause oder am Ende einer anstrengenden Arbeitseinheiten.
Die ersten beiden Varianten sind ernsthafte Interventionen, die eine passgenaue Vorbereitung, Inszenierung und Auswertung erfordern. Die dritte Variante hat eher Spaß-Charakter und kann spontan, ohne besonderen Aufwand in fast jeden Workshop integriert werden.
Zielsetzung/Nutzen
Vor allem in mittelständischen Unternehmen wird Projektarbeit häufig 'nebenher' betrieben. Seitens der Entscheider besteht die Erwartung, dass sich die ausgewählten Mitarbeiter engagiert in die Projekte einbringen, ohne dass ihre eigentlichen Kernaufgaben darunter leiden. Die Bereitstellung von finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen geschieht oft nicht planmäßig, sondern eher reaktiv - eben dann, wenn Schwierigkeiten auftreten.
'Dynaxity' simuliert den verhängnisvollen Zusammenhang von steigender Komplexität und sinkender Produktivität. Dieser Zusammenhang wird früher oder später immer sichtbar, wenn Mitarbeitern ständig neue Projektaufgaben zugemutet werden, ohne dass sie im Gegenzug
im Tagesgeschäft angemessen entlastet werden.
Das Tool verdeutlicht auf spielerische Weise, wie neue Anforderungen die Mitarbeiter zunächst zu immer höheren Leistungen anspornen und die Performance im Unternehmen tatsächlich steigt. Bei zunehmender Überforderung der handelnden Akteure geht es dann aber mit der Produktivität (und parallel auch mit der Stimmung) steil bergab. Das führt zu hektischer Betriebsamkeit ohne Resultate und dazu, dass Projekte von ehemals höchster Priorität nicht zu Ende gebracht werden, sondern auf wundersame Weise einfach 'verdunsten'.
'Dynaxity' sorgt dafür, dass die Risiken bevorstehender Projekte frühzeitig sicht- und spürbar werden. Die Teilnehmer werden unausweichlich mit den erfolgskritischen Themen konfrontiert:
- Welche Ressourcen müssen bereitgestellt werden?
- Welche Prioritäten sollen gelten?
- Welche Konsequenzen haben diese Prioritäten für das Tagesgeschäft?
- Welche Unterstützung brauchen die Projektmitarbeiter?
- Wie gehen wir mit Krisen um?
- ...
Anleitung für 'Dynaxity'
Wie Sie das Change-Tool 'Dynaxity' richtig anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Armin Rohm.
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