Dauer
Je nach gewünschter Tiefe und Differenzierung kann 'das fraktale Feedback' in einem Umfang von 20 Minuten bis zu zwei Stunden eingesetzt werden.
Anwendungsbereiche
Während der Abschlussrunde wird es noch einmal laut und lebendig im Raum. Den Anwesenden wird deutlich, worin sich die Sichtweisen zu erreichten Zielen und gelebten Werten ähneln - eine gute Grundlage dafür, die gemeinsame Arbeit wertschätzend zu verfestigen und angenehm ausklingen zu lassen.
'Das fraktale Feedback' eignet sich besonders gut, um...
- eine erfrischende Abwechslung zum allseits bekannten Blitzlicht zu erleben,
- einen Teil des Praxistransfers in den Workshop vorzuverlegen,
- in Gruppen ab ca. 20 Personen ein Extrakt der gemeinsamen Arbeit zu ziehen,
- Eindrücke zu verdichten und Fäden zusammenzuführen,
- oder schlicht, wenn Sie genug mit der linken Hirnhälfte gearbeitet haben und sich mit der Gruppe eine stimmungsvolle Abrundung gönnen möchten.
Zielsetzung und Nutzen
'Das fraktale Feedback' zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus:
Zum einen wird der oft inoffizielle Austausch, der sonst im Auto auf der Heimreise, abends mit der Familie oder am nächsten Tag im Büro stattfindet, zu einem gewissen Teil in den Workshop vorverlegt. Die Erkenntnisse und Erlebnisse sind hier noch frisch, die 'Workshop-Trance' noch intakt, so dass dieser fruchtbare Boden zur Verankerung und Vertiefung des Erreichten optimal genutzt werden kann.
Der zweite Aspekt besteht in der iterativen, sich wiederholenden Struktur des Feedbacks: Anhand ein und derselben Fragestellung sind die Teilnehmer eingeladen, sich wiederholt in einer jeweils größeren Gruppe auszutauschen, sich dabei durch die anderen Sichtweisen anregen zu lassen und Kernthemen herauszuhören. Auf diese Weise ergänzen sich die Einzelperspektiven, und parallel dazu lassen sich zentrale Aspekte herausfiltern, die relativ unbeeinflusst von gruppendynamischen
Einflüssen sind.
Wenn es in der Anmoderation gelingt, die Gruppe auf sich wiederholende Kernthemen auszurichten, erhöhen Sie mit diesem Feedback den Austausch und reduzieren gleichzeitig die Komplexität.
Nach ereignisreichen Workshops mit viel Inhalt und Informationen kann diese Erfahrung sehr erholsam sein!
Handelt es sich bei dem Workshop nicht um eine Einzelveranstaltung, sondern um einen Baustein eines begleiteten Gesamtprozesses, birgt dieses Format für den Prozessbegleiter einen zusätzlichen Nutzen: Die iterative, sich wiederkehrend auf sich selbst beziehende Struktur dieses Formats bringt in komprimierter Form Kulturmuster zu Tage. Das heißt: Man erkennt, wie die Gruppe, vielleicht sogar das ganze Unternehmen, 'tickt'. Die wiederkehrenden Aussagen der Teilnehmer können quasi als Hinweise zu unternehmensspezifischen Verhaltensmustern und Werten dienen - aus mehren persönlichen Meinungen werden Organisationsmerkmale. Die Kenntnis hierüber kann wertvolle Dienste leisten, wenn Sie maßgeschneiderte Interventionsformen für Ihre Kunden entwickeln.
Anleitung für 'Das fraktale Feedback'
Wie Sie das Change-Tool 'Das fraktale Feedback' richtig anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Katja Vittinghoff, die Sie folgendem Beitrag (aus: 'Change-Tools') entnehmen können.
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