Dauer
Die Übung dauert in der hier vorgestellten Version ungefähr 100 bis 120 Minuten, ausgehend von einer Gruppengröße von zehn Teilnehmern.
Anwendungsbereiche
Die Anwendung ist immer dann sinnvoll, wenn zu Beginn eines Workshops ein reflektierender Blick auf den aktuellen Status quo der Organisation oder Organisationseinheit angebracht ist, bevor man an den eigentlichen Change-Themen arbeiten möchte.
Die Methode hilft, ein gemeinsames Bild als Ausgangsbasis für die weitere Arbeit zu entwickeln. Die Teilnehmer dürfen sich durchaus schon kennen, arbeiten aber an unterschiedlichen Projekten oder 'Baustellen', sodass ein gemeinsamer Blick auf die Ausgangsbasis und die Sichtweisen der Akteure einen Mehrwert darstellt.
Zielsetzung/Nutzen
Wenn Menschen zu einem Thema zusammenkommen, sind sie oft noch mit ihren Gedanken im privaten oder beruflichen Alltag und noch nicht auf den Workshop und dessen Themen fokussiert. Sie brauchen eine Phase des Ankommens, des sich Einstimmens auf das, was jetzt passieren soll. Den ersten Schritt dazu bietet dieses Verfahren. Es geht zum einen um eine persönliche Bestandsaufnahme - sich sammeln, in sich gehen, für sich die Fragen klären:
- Wer bin ich in dem größeren Ganzen?
- Was bewegt mich da?
- Wie ist mein Blick auf die Situation?
Das kann man auf Flipcharts aufschreiben, sich in Interviews gegenseitig erzählen oder wie in diesem Fall mit gestalterischen Mitteln entstehen lassen. Es geht zum anderen auch um den gemeinsamen Blick auf die Organisationseinheit aus den Perspektiven der einzelnen Beteiligten
und schafft damit die Basis für ein gemeinsames Gesamtverständnis mit aller Diversität.
Das gestalterische Verfahren setzt dabei einen tieferen Reflexionsprozess in Gang als andere Methoden, weil es einerseits eine sprachliche erzählende Ebene hat, wenn jeder Teilnehmer seine Landschaft vorstellt, und andererseits eine unbewusste, nichtsprachliche Ebene mit einbezieht, sowohl in der Gestaltung als auch in der Betrachtung, wenn z.B. die Teilnehmer ihre Assoziationen zu den Landschaften der anderen erzählen dürfen.
Die Teilnehmer kommen aus dem Kopf ins Tun. Sie werden sich in diesem Prozess vielfältiger Aspekte bewusst, die ein reines Nachdenken überschreiten. Die Hände denken sozusagen
mit und manchmal entstehen dabei Dinge, welche die Teilnehmer erst im Nachhinein benennen können.
Anleitung für die 'Arbeitslandschaften'
Wie Sie das Change-Tool 'Arbeitslandschaften' anwenden und einsetzen können, zeigt die Anleitung von Barbara Zuber und Christian Grätsch, die sie unserem Beitrag entnehmen können.
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