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Virtuelle Teams

Virtuelle Teams

Zunehmende Globalisierung und Internationalisierung führen dazu, dass Mitarbeiter räumlich verteilt auf der ganzen Welt gemeinsam zusammenarbeiten. Neue Geschäftsmodelle im Internetzeitalter erfordern neue Organisationsformen wie virtuelle Teams oder virtuelle Communities.


Virtuelle Teams

Der Begriff 'virtuelles Team' bzw. 'virtual team' hat sich dabei in nahezu allen Sprachen bereits etabliert. Man unterscheidet zwei Gestaltungsmerkmale die Virtualität von Teams bestimmen können:

  1. Gemeinsame Zusammenarbeit über Raum-, Zeit- sowie auch Organisationsgrenzen hinweg.

  2. Verwendung von Technologien für die Teamarbeit.

Der zweite Aspekt zur Beschreibung eines virtuellen Teams stützt sich auf den Einsatz von elektronischen Medien, worauf die Definition von French Caldwell näher eingeht:
'A virtual team is a work-group of individuals that conducts most of the work of the team physically apart in a synchronous or asynchronous communication medium, utilizing a spectrum of groupware applications from simple e-mail to collaborative applications.'

Als Softwarelösung für Teamsupport sind Technologien unter dem Begriff Groupware zusammengefasst.

Neben neuen technologischen Entwicklungen stellen virtuelle Teams auch Manager vor neue Herausforderungen. Als General Electrics bereits 1990 ein Assessment kritischer Managerkompetenzen für die Zukunft durchführte, fanden sie heraus, dass die Fähigkeit ein virtuelles Team erfolgreich zu führen, eine der bedeutendsten Anforderungen an das Management darstellt.

Da die Konzepte virtuelles Team und virtuelle Community als neue Organisationsformen in Unternehmen häufig vermischt werden, soll abschließend eine Gegenüberstellung anhand charakteristischer Merkmale die Unterschiede der beiden Konzepte herausarbeiten:

Charakteristika Virtuelles Team Virtuelle Community
Ziele Aufgaben- oder arbeitsorientierte Ziele. Zweck ist fest definiert. Vorteile entstehen eher für das gesamte Team als für individuelle Teammitglieder. Interesse- oder praxisbereichorientierte Ziele. Der Zweck ist nur sehr lose definiert. Vorteile entstehen eher für einzelne Community-Mitglieder und können sehr unterschiedlich für die einzelnen Individuen sein.
Soziale Netzwerke Sind evtl. nicht vorher existierend, für längere Projekte oder dauerhafte Aufgaben können durch face-to-face Meetings ein stärkerer Zusammenhalt und somit eine größere Leistungsfähigkeit erzielt werden. Existieren bereits. Wenn genügend Leute ähnliche Erfahrungen teilen, wenn ein Gefühl von Verbundenheit durch gemeinsame Interessen und Ziele entsteht und die Mitglieder darin übereinstimmen, sich gegenseitig online zu helfen, ist eine Virtuelle Community entstanden.
Leadership Leaders werden gewöhnlich durch das Unternehmen oder Organisationsrollen bestimmt, manchmal jedoch auch durch das Team selbst. Leadership beinhaltet eine Spur von Aufgaben- und Kontrollmanagement, obwohl die online Teamverbundenheit beachtlichen Teaminput und Diskussionen zur Entscheidungsfindung erfordert. Verteiltes Leadership kann einhergehen mit Rollen wie z.B. Facilitators, Moderatoren, 'Vordenker'. Je fokussierter die Community und je zielorientierte tatsächliche Zwischenergebnisse erreicht werden müssen, umso wichtiger ist der Bedarf an formalen Leaders und Organisationsrollen. Dennoch bleibt die Entscheidungsfindung häufig ein verteiltes Anliegen.
Infrastruktur Projektmanagement unterstützt durch Groupware. Dies erfordert kollaborative Netzwerke und Groupware Investitionen. Baut typischerweise auf das auf, was Mitglieder von Communities gemeinsam haben (z.B. E-Mail, chat rooms, listserver). Intranet Communities verwenden häufig die gleichen Netzwerke und Groupwareinfrastrukturen wie virtuelle Teams.
Protokolle, Kommunikationsregeln Prozedurale Vorgehensweise. Die Durchführung von Aufgaben bedeutet, dass alle Teammitglieder im Umgang mit Groupware-Technologien geschult werden müssen. Spezifische Abläufe sind meist zu beachten. Wertebasierte Protokolle. Ein gemeinsames Moralsystem ist notwendige Voraussetzung, die aus den großen sozialen Netzwerken entstehen, aus denen wiederum die Community entstanden ist.
Unternehmensvorteile Erlaubt die Bildung von Teams für eine maximale Professionalität in einer kosteneffektiven Art. Die besten Experten aus aller Welt können in einem Team zusammengebracht werden. Ineffiziente Redundanzen in Fähigkeiten und Kompetenzen können dadurch minimiert werden. Baut sowohl auf physischen als auch auf online sozialen Netzwerken auf, um online Diskurse zu generieren, die neue Innovationen bewirken können. Stellt Bindungen zwischen den Mitgliedern sowie neue Kompetenzen her, die eine rapide Zusammensetzung von virtuellen Teams erlauben.


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