HTML
SGML ist als ISO-Norm 8879 festgeschrieben. HTML ist sozusagen die 'lingua franca' des Internet, d.h. eine Sprache, die jeder kennt, jeder spricht, jeder leicht erlernen kann und jeder braucht.
Grundbestandteil der Dokumente sind dabei die Hyperlinks, die ein unkompliziertes Verknüpfen von Dokumenten erlauben.
HTML ist keine Programmiersprache, sondern eine Dokumentenbeschreibungssprache; d.h. mit ihr erstellt man keine Programme, sondern Dokumente.
1990 tauchten mit dem Entstehen des WWW die ersten HTML Dokumente auf, als Erfinder gilt Tim Berner-Lee (er gilt auch als einer der Väter des WWW). Seitdem ist HTML der wohl wichtigste WWW-Standard. In den Folgejahren wurde HTML kontinuierlich weiterentwickelt.
1994 wurde das W3-Konsortium (W3C) mit der Aufgabe gegründet, Standards für das WWW zu entwickeln und zu überwachen, 1995 traten die beiden 'Global Player' auf dem Browsermarkt, Netscape und Microsoft, dem Konsortium bei. Unter der Führung des W3C wird seitdem HTML weiterentwickelt.
Die wichtigsten Versionssprünge für HTML waren 1997 die Version 3.2, 1998 die Version 4.0 sowie 2000 die Version XHTML 1.0.
Einer der Vorteile von HTML liegt darin, dass es relativ leicht zu erlernen ist, so dass jedermann in der Lage ist WWW-Dokumente zu erstellen. Zu dieser Entwicklung tragen auch die Hersteller von WWW-Browsern bei (Microsoft und Netscape):
Ihre Browser interpretieren auch unvollkommenes HTML, d.h. die Dokumente werden – wenn auch dann leicht fehlerbehaftet – dargestellt (die Alternative wäre, das Dokument gar nicht darzustellen und eine Fehlermeldung auszugeben). Damit verbunden ist aber auch der Umstand, dass die verschiedenen Browser HTML teilweise unterschiedlich interpretieren und darstellen, was dazu führt, dass etliche Webseiten ungewollte Fehldarstellungen aufweisen.
Neben HTML existieren inzwischen noch etliche andere Standards, die zur Darstellung von WWW-Seiten verwendet werden können, z.B. CCS (Cascading Style Sheets), Javascript, Java, Flash, XML.
e-Learning profitiert von HTML, denn dadurch ist es relativ leicht, Lehrmaterialien für das WWW aufzubereiten. Daneben bietet die Struktur der Hyperlinks neue Möglichkeiten für didaktische Arrangements – Materialien für entdeckendes Lernen beispielsweise lassen sich nur durch die gezielte Integration von Hyperlinks erstellen.
zurück