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Teamanalyse-Tools für die Teamentwicklung

Teamanalyse-Tools für die Teamentwicklung

Teamentwicklung ist eine wesentliche Säule der Personal- und Organisationsentwicklung. Entsprechend hat fast jeder Trainer das Thema in seinem Repertoire. Doch wie kann die Teamentwicklung ihre optimale Wirkung entfalten? Durch ein systematisches Vorgehen aus Bedarfsanalyse, teamspezifischem Trainingskonzept und Evaluation, aufbauend auf einer Teamanalyse. Wir verraten, was sich hinter einer 'Teamanalyse' verbirgt und welche Instrumente dafür eingesetzt werden können.

Modell der Teameffektivität

Für die Teamanalyse empfiehlt es sich, ein Modell der 'Teameffektivität' zugrunde zu legen. Hierzu gibt es in der wissenschaftlichen Literatur eine ganze Reihe unterschiedlicher Konzepte, die jedoch alle einen gemeinsamen Kern aufweisen: Sie definieren die Teameffektivität als ein Zusammenspiel von Input (z.B. Teamaufgabe), Prozess (z.B. Kommunikation) und Output (z.B. Teamerfolg). Die Teamentwicklung dient dabei der Verbesserung der Prozesse im Team:



Entscheidend ist der Prozess-Charakter dieser Modelle: Der Input beeinflusst den Prozess und dieser den Output. Zudem wirkt der Output zurück auf den Prozess (z.B. in Form von Selbstwirksamkeit) und den Input (z.B. lässt sich durch Bonussysteme die Ressourcenverfügbarkeit erfolgreicher Teams verbessern).


Teamentwicklung als Prozess

Entsprechend des Prozess-Charakters der Teameffektivität, ist auch die Teamentwicklung als ein Prozess zu begreifen. Ein einmaliges Seminar reicht hier nicht aus. Vielmehr ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angezeigt, der beispielsweise durch Team-Coaching unterstützt wird. Das Team lernt die aktuell anstehenden Herausforderungen optimal zu bewältigen und die im Arbeitsalltag auftretenden Probleme zu lösen.

In diesem Kontext muss die Teamanalyse ein möglichst exaktes Abbild der aktuellen Leistungsfähigkeit des Teams liefern. Da sich Teams dynamisch entwickeln, muss ein Teamanalyse-Instrument in der Lage sein, diese Veränderungen 'einzufangen'. Wenn nur längerfristige Überzeugungen/Einstellungen oder gar Persönlichkeitsmerkmale erfasst würden, könnten Veränderungen auf der Verhaltensebene nicht so leicht identifiziert werden. Entsprechend ist die 'Änderungssensitivität' ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Teamanaylse.

'Änderungssensitivität' bedeutet, dass Veränderungen dynamischer Merkmale (z.B. Verhalten) durch eine Analyse festgestellt und sichtbar gemacht werden. Wenn z.B. durch die Teamentwicklung der Umgang mit Konflikten im Team verbessert wird, muss sich diese Verbesserung im Vergleich der Teamanalyse-Ergebnisse vor und nach der Teamentwicklung zeigen. Grundsätzlich gilt, je näher eine Analyse am tatsächlichen Verhalten orientiert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein (gutes) Analyse-Instrument Veränderungen dieses Verhaltens registriert. Die Analyse von Persönlichkeitsmerkmalen oder Einstellungen ist entsprechend weniger senitiv für Veränderungen des Verhaltens.


Anforderungen an Teamanalyse-Instrumente

Neben der Änderungssensitivität müssen Teamdiagnose-Instrumente sowohl eine wissenschaftliche Fundierung aufweisen, als auch den Bedürfnissen des praktischen Einsatzes genügen. Folgende Anforderungen sollte daher ein gutes Teamanalyse-Tool erfüllen:

  • Theoretische Fundierung
    Das Instrument sollte theoretisch fundiert sein, so dass die Anwender (Trainer/Berater und das Team) verstehen, wie welche Aspekte zusammenhängen. Das Modell sollte Implikationen für eine mögliche Verbesserung der Zusammenarbeit veranschaulichen.

  • Empirische Gütekriterien
    Die empirischen Gütekriterien (Reliabilität, Validität, Objektivität) müssen grundsätzlich bestimmbar sein. Instrumente, deren Auswertungsschema eine Bestimmung der Gütekriterien nicht zulassen, sollten nicht eingesetzt werden.

  • Aspekte der Teamarbeit
    Das Instrument sollte die für das Team relevanten Punkte der Zusammenarbeit erfassen. Eine Erfassung irrelevanter Aspekte ist zu vermeiden.

  • Anwendbarkeit und Umsetzbarkeit
    Ein diagnostisch erfahrener bzw. ausgebildeter Personalentwickler sollte mit Hilfe eines Handbuchs oder einer Anleitung durch den Anbieter ohne Schwierigkeiten das Teamanalyse-Instrument selbstständig anwenden können. Die Ergebnisse müssen leicht verständlich und anschaulich dargestellt werden und sollten sich unmittelbar in den Teamentwicklungsprozess einbinden lassen. Eine spezielle 'Akkreditierung' oder Zertifizierung sollte nicht notwendig sein.

  • Beteiligung aller Teammitglieder
    Forschungsergebnisse zeigen, dass es teilweise beträchtliche Diskrepanzen zwischen den Einschätzungen der Führungskraft und der Mitarbeiter gibt. Daher sollten an der Teamanalyse alle Teammitglieder beteiligt werden, nicht nur der Teamleiter oder ausgewählte Teammitglieder.

  • Datenschutz und Vertraulichkeit
    Eine besondere Bedeutung bei der Teamanalyse kommt dem Datenschutz zu. Denn nur wenn sich die Beteiligten (Teamleiter und Mitarbeiter) auf die Vertraulichkeit der Daten und Ergebnisse verlassen können, werden sie auch ehrliche Antworten geben.

Nicht so sehr geeignet für die Teamdiagnose sind hingegen Instrumente, die zur Identifikation von Persönlichkeits-'Typen' eingesetzt werden. Neben den wissenschaftlichen Qualitätskriterien (v.a. Reliabilität und Validität) ist hier auch der Nutzen für die Teamentwicklung fraglich. Die Kenntnis der 'Typen' sind zwar bei der Neuzusammenstellung eines Teams oder der Verteilung von Aufgaben im Team hilfreich, eine wirksame Teamentwicklung, d.h. Optimierung der Prozesse, ist mit diesen Tools jedoch kaum möglich.


Beispiele für geeignete Instrumente

Der Markt bietet zahlreiche Tools für die Teamanalyse an, die die hier genannten Anforderungen erfüllen. Dazu zählen beispielsweise:

  • teamCheck
    Der teamCheck ist ein Verfahren zur Analyse der Prozesse innerhalb von Teams. Die zu analysierenden Aspekte der Teamqualität werden entsprechend der spezifischen Anforderungen des Teams ausgewählt. Der teamCheck wird online durchgeführt und liefert ein unmittelbares Online-Ergebnis. Bei Bedarf kann ein noch differenzierteres Feedback erstellt werden.

  • TeamPuls
    TeamPuls dient der systematischen Diagnose der Leistungsfähigkeit eines Teams und zeigt Ansatzpunkte für Verbesserungsmaßnahmen auf. Deren Umsetzung wird durch die Einbindung aller Teammitglieder gefördert. Das sich ergebende Teamprofil wird in einem ausführlichen Auswertungsbericht dargestellt.

  • Team Feedback System
    Das Team Feedback System sorgt für kontinuierlich hochwertigen Informationsfluss und Feedback über aktuelle Teamprozesse unter den Teammitgliedern. Das Team Feedback System trägt somit entscheidend zur Selbststeuerung von Arbeitsteams bei, vereinfacht das Teammanagement und sichert den Teamerfolg.

  • Fragebogen zur Arbeit im Team (F-A-T)
    Der FAT ist ein Teamdiagnoseinstrument zur Ableitung des Teamentwicklungsbedarfs auf unterschiedlichen hierarchischen Ebenen und in verschiedenen Unternehmensbereichen. Er bietet einen Überblick über den Stand der Gruppenentwicklung im Unternehmen, kann Stärken und Schwächen von Teams identifizieren und Teamentwicklungsprozesse initiieren und begleiten.


Und nach der Analyse?

'Vom auf die Waage stellen nimmt man noch nicht ab!'
Eine differenzierte Teamanalyse ist wichtig für die Teamentwicklung. Allein kann sie jedoch nichts bewirken. Entscheidend ist das Umsetzen der Analyseergebnisse in der täglichen Teamarbeit.

'Nach der Analyse ist vor der Analyse!'
Eine Teamdiagnose liefert Ansatzpunkte für die Teamentwicklung. Im Rahmen der Teamentwicklung werden entsprechende Optierungen der Zusammenarbeit vorgenommen. Nun ist eine erneute Analyse notwendig, um die Verbesserung der Teamarbeit sicherzustellen, und um die nächsten Schritte der Entwicklung zu identifizieren.

Idealerweise erfolgt eine wiederholte Schleife aus Analyse und Entwicklung. Auf diese Weise lernt das Team sich kontinuierlich zu verbessern und erhält systematisch ein Feedback über die Entwicklungen. Eine (anfängliche) Unterstützung in Form eines Team-Coachings ist hilfreich, um mit der Zeit einen konsequenten Selbstlernprozess im Team zu etablieren.


Studie zur Struktur der Teamqualität bei Vertriebsteams

Auf der Internetseite von CheckSystems finden Sie Ergebnisauszüge einer systematischen Analyse der Teamqualität innerhalb eines Unternehmensbereiches mithilfe des 'teamCheck'. Die Ergebnisse zeigen, dass es eine typische Struktur der Teamqualitätsfacetten gibt, wobei sich die Teams im Niveau der Teamqualität zum Teil deutlich unterscheiden. Eine zentrale Rolle spielt der Teamleiter. Interessant ist hier, dass die Einschätzung des Teamleiters um so näher an den Einschätzungen seiner Mitarbeiter liegt, je besser das Team insgesamt die Teamqualität einschätzt.


Literatur-Tipps

  • Hackman, J. R.: The Design of Work Teams. In J. W. Lorsch (Ed.), Handbook of Organizational Behavior (pp. 315-342). Prentice-Hall, Englewood Cliffs 1987 .

  • Kauffeld, Simone: Teamdiagnose. Verlag für Angewandte Psychologie, Göttingen 2001.
    Inhalt: Trends in der organisationalen Praxis belegen, dass Gruppen für die Bearbeitung von Aufgaben in Organisationen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Es stellt sich immer wieder die Frage, wie die Effektivität von Teams erhöht bzw. die Zusammenarbeit im Team gefördert werden kann. Das Buch bietet einen Überblick zu Teamdiagnoseinstrumenten. Die Verfahren werden skizziert und hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten bewertet.


    Quelle und Linktipp

    Dieser Beitrag wurde managerSeminare online mit freundlicher Genehmigung von Jens Brandt zur Verfügung gestellt. Jens Brandt ist Geschäftsführer der HR CheckSystems GmbH mit den Schwerpunkten Team- und Organisationsanalysen sowie Evaluation von Qualifizierungsmaßnahmen. Informationen und Instrumente zur Teamanalyse finden auf der Internetseite von CheckSystems.


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