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Sieben Schritte: So funktioniert Selbstmarketing

Sieben Schritte: So funktioniert Selbstmarketing

Wovon hängt Ihre Karriere ab? Zu 60 Prozent von Ihrer Bekanntheit im Unternehmen, zu 30 Prozent von Ihrem Image - und nur zu zehn Prozent von Ihrer Arbeit! Leistung wird vorausgesetzt – und Klappern gehört zum Handwerk. Wenn also Ihre nachweislichen Erfolge nicht für sich allein sprechen, müssen Sie etwas dafür tun, um von Ihren Vorgesetzten wahrgenommen zu werden. Wie Sie 'klappern' und Ihre Leistungen optimal darstellen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Schritt 1: Erstellen Sie Ihr Stärken-Schwächen-Profil

Voraussetzung für die gute Eigenvermarktung ist die gute Leistung. Ohne Stärken lässt sich kein Produkt an den Mann bringen. Starten Sie Ihr Selbstmarketing deshalb mit einer gründlichen Stärken-Schwächen-Analyse.

5 Fragen für Ihr Stärken-Schwächen-Profil

  1. Welche Stärken haben Sie, und wieso nützen diese Ihrem Arbeitgeber?
  2. Auf welche Erfolge können Sie in Ihrer aktuellen Position verweisen?
  3. Was könnte Ihr Vorgesetzter bei Ihnen kritisch sehen?
  4. Welche Hindernisse stehen zwischen Ihrem aktuellen Standort und dem, den Sie anstreben?
  5. Wo liegen die Stärken der Kollegen, mit denen Sie verglichen werden?

Übung:
Die eigenen Talente entdecken


Schreiben Sie spontan auf ein Blatt Papier, was Sie gut können - nicht nur im Beruf, auch in der Freizeit. Also zum Beispiel: 'Ich kann gut essen, schlafen, motivieren, entscheiden, Streit schlichten...' Fragen Sie sich: Wofür werde ich gelobt? Worum beneiden mich andere? Wenn Sie Ihre Antworten nach Wiederholungen durchforsten und Gruppierungen bilden, können Sie Ihre Stärken deutlich erkennen. Verfahren Sie genauso mit Ihren Schwächen: Wofür haben Sie kein Händchen? In welchen Situationen reagieren Sie anders, als Sie eigentlich möchten?


Schritt 2: Definieren Sie Ihre Ziele und Werte

Sie brauchen ein konkretes Ziel, um die einzelnen Schritte dorthin definieren zu können. Überlegen Sie deshalb, was Ihre langfristigen Berufs- und Karriereziele sind. Fragen Sie sich zudem, welche Werte für Sie in Ihrem Leben wichtig sind. Denn Sie werden nur das richtig vermarkten können, was Sie aus vollem Herzen unterstützen.

So hinterfragen Sie Ihre Ziele und Werte

  • Welche langfristigen beruflichen Entwicklungsziele haben Sie?
  • Was wollen Sie heute in einem Jahr, in drei Jahren, in fünf Jahren beruflich erreicht haben?
  • Warum wollen Sie diese Ziele erreichen?
  • Wie sind diese beruflichen Ziele mit Ihrer privaten Lebensplanung vereinbar?
  • Unterstützt Ihr Lebenspartner/Ihre Familie Sie in Ihrem beruflichen Werdegang?
  • Wie realistisch sind Ihre Ziele bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber?


Schritt 3: Analysieren Sie Ihre Zielgruppe

Sie können nicht bei allen Menschen gleich gut ankommen. Deshalb müssen Sie sich fragen: Wie setzt sich Ihre Zielgruppe zusammen? Da ist natürlich Ihr direkter Vorgesetzter. Darüber hinaus ist aber auch Ihr 'Chef-Chef' oder die Vorstands-/Geschäftsführungsebene für Sie von Interesse. Auch Vorgesetzte anderer Bereiche (die etwa oft mit Ihrem Chef zusammenarbeiten) oder die Kollegen Ihrer eigenen Hierarchie-Ebene kommen infrage.

5 Fragen für Ihre Zielgruppenanalyse: Wen wollen Sie beeindrucken?

  1. Entscheidet Ihr Chef im Unternehmen über Beförderungen und interessante Projekte?
  2. Wo sucht Ihr Chef nach potenziellen Kandidaten für Beförderungen? Von wem lässt er sich bei seinen Entscheidungen beraten?
  3. Welche Ihrer Kollegen haben einen besonders guten Draht zum Chef?
  4. Wie können Sie Nähe zu Ihrem Vorgesetzten und anderen Entscheidern herstellen?
  5. Welches Image brauchen Sie, damit Ihr Chef Ihnen Erfolge auch zutraut?


Schritt 4: Kreieren Sie Ihre persönliche Marke

Auch beim Selbstmarketing heißt es: Kernkompetenzen herausstellen, um das Markenimage zu formen. Betrachten Sie noch einmal Ihre Stärkenliste aus Schritt 1, und leiten Sie daraus Ihr Alleinstellungsmerkmal ab. Das setzt sich aus drei bis vier Stärken zusammen, meist aus einer Kombination von fachlichen, persönlichen und sozialen Eigenschaften. Die sollten sich natürlich von den Stärken Ihrer Kollegen unterscheiden und einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.

Beispiele:

  • Spezielle Fachkenntnisse in den Bereichen X und Y, gepaart mit hoher Entscheidungsfreude und der Fähigkeit, ein Team zu motivieren.
  • Generalist mit Fachkenntnissen im Bereich Z. Schnelldenker, extrem analytisch. Als Einzelkämpfer schnell in der Lage, Ergebnisse zu erzielen.

2 Leitfragen für Ihr 'Markenimage'
  1. Was ist die Kernbotschaft, die Sie über sich vermitteln wollen?
  2. Wie wollen Sie sich in Ihrer Darstellung von vergleichbaren Kollegen unterscheiden?

Mit diesen Fragen sind die konzeptionellen Arbeitsschritte des Selbstmarketings beendet. Haben Sie Ihre Ziele und Zielgruppen, Ihre Stärken und Kernkompetenzen festgelegt, können Sie nun an die Umsetzung Ihres Konzeptes gehen. Tipp: Arbeiten Sie schriftlich an den gestellten Fragen, und nehmen Sie sich mindestens ein langes Wochenende Zeit dafür. Sie werden staunen, was Ihnen durch die gründliche Beantwortung alles bewusst wird!


Schritt 5: Schaffen Sie Individualität

Setzen Sie Ihr Konzept jetzt konsequent um: Machen Sie auf sich und Ihre Kernkompetenzen aufmerksam! Im Produktmarketing sind die Hersteller bestrebt, mit prägnanten Auftritten ins Bewusstsein ihrer Kundschaft vorzudringen und dort hängen zu bleiben. Handeln Sie genauso, um sich selbst gegenüber Ihren Vorgesetzten zu vermarkten.

  • Nutzen Sie jede Gelegenheit zur Werbung in eigener Sache: informelle Gespräche, Besprechungen und Präsentationen.
  • Das Beste, um sich zu profilieren, sind gute Ideen. Wenn Sie diese noch wirkungsvoll bei Ihren Vorgesetzten präsentieren, haben Sie viel erreicht.
  • Nicht nur das Argument, auch die Person überzeugt. Erhöhen Sie Ihre persönliche Autorität und Ausstrahlung.

Tipp:
Bescheidenheit ist ein Karrierehindernis

Wiegeln Sie Lob und Anerkennung niemals ab ('Ach, das war doch nicht der Rede wert...'). Sonst geben Sie Ihrem Vorgesetzten das Gefühl, dass Ihre Leistungen selbstverständlich sind - und keiner Honorierung bedürfen.


Schritt 6: Bauen Sie Netzwerke auf

Sie brauchen Förderer in- und außerhalb Ihres Unternehmens, um voranzukommen. Gute Kontakte nach außen fallen immer positiv auf Sie zurück. Nutzen Sie deshalb gezielt Veranstaltungen (Kongresse, Vorträge, Messen...), um externe Kontakte zu knüpfen.

Intern sollten Sie nicht nur auf direkte Aktionen setzen, sondern auch Umwege gehen. Essen Sie beispielsweise in der Kantine auch einmal zusammen mit Kollegen aus anderen Abteilungen. Oder spielen Sie in der Betriebs-Fußballmannschaft mit - auch wenn Ihr Chef nur Golf spielt. So erfahren Sie nicht nur Neues aus entfernteren Bereichen Ihres Unternehmens, die Sie sonst nicht mitbekommen würden. Langfristig finden Sie auch Fürsprecher und Förderer, die bei passender Gelegenheit Ihrem Chef Gutes über Sie erzählen. Oder Ihr Chef beauftragt Sie mit einer Sache, weil 'Sie ja so einen guten Draht zur Marketing-Abteilung haben'.

Wichtig: Netzwerke bleiben nicht von allein up to date. Kümmern Sie sich aktiv um Ihre Kontaktpersonen, nur dann werden Sie von ihnen profitieren.

Tipp:
Networking statt Neid

Reagieren Sie niemals neidisch auf Erfolge Ihrer Kollegen und Karriere-Konkurrenten. Im Gegenteil: Vernetzen Sie sich mit den Besten in Ihrem Unternehmen. Schauen Sie sich um, wer von Ihren Kollegen auf Erfolgskurs ist, und suchen Sie den Kontakt - Sie werden immer Vorteile aus guten Beziehungen zu Erfolgreichen ziehen können.


Schritt 7: Suchen Sie sich Übungs-Situationen

Übung macht den Meister. Sich richtig zu vermarkten braucht Zeit - eine Positionierung dauert lange. Marketing-Experten wissen: Bis etwas die Chance hat, überhaupt zu wirken, muss es mindestens sechs Mal wiederholt werden. Kleine Schritte bestärken Sie darin, auf dem richtigen Weg zu sein. Suchen Sie sich deshalb zum Einstieg in Sachen Selbstmarketing konkrete Situationen, die nicht gleich überfordern. Zum Beispiel die nächste Besprechung mit Ihrem Vorgesetzten. Bereiten Sie sich sorgfältig auf einige Tagesordnungspunkte vor, liefern Sie im Meeting ergänzende Informationen, und präsentieren Sie diese aktiv. Das lenkt die positive Aufmerksamkeit auf Sie.


Quelle: Kommunikation im Management

Dieser Beitrag wurde managerSeminare online mit freundlicher Genehmigung von 'Kommunikation im Management' zur Verfügung gestellt. 'Kommunikation im Mangement' ist ein Praxis-Ratgeber für Führungskräfte, die hier Tipps, Checklisten und Know-how für ihre tägliche Arbeit finden.


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