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Marktübersicht: 14 Qualifizierungen für Outdoortrainer

Marktübersicht: 14 Qualifizierungen für Outdoortrainer

Bei Outdoortrainings kommt es erst in zweiter Linie auf Material und Methode an, von zentraler Bedeutung für den Erfolg der Maßnahme ist die Professionalität des Trainers. Er muss wissen, mit welchen Outdoor-Aktivitäten sich welche Lernziele erreichen lassen, wie sich der Weg dorthin über die sinnvolle Kombination der Outdoor-Elemente so gestalten lässt, dass die Teilnehmer ihr Verhalten auch tatsächlich reflektieren können und mehr mitnehmen als eine Fülle von Adrenalinstößen... Wo Sie professionelles Know-how für Outdoortrainings erwerben können, zeigt unsere Marktübersicht.

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Wie stellt sich der Markt dar?

'Ein fast unerträgliches Gefühl entsteht, wenn du dich in acht Metern Höhe auf dem Pamper Pole aufrichtest. Es gilt, gesichert durch das Team, auf eine lediglich pizzatellergroße Plattform zu steigen und oben frei zu stehen. Der anschließende Sprung in die Sicherungsseile ist da schon fast eine Erlösung. Du wirst sehen, die Überwindung ist grenzenlos!'

Ob emotionsgeladene Internet-Beschreibungen wie diese Personalentwickler und gestandene Manager von Sinn und Zweck eines Outdoortrainings im Hochseilgarten überzeugen? Zweifel sind angebracht und kritische Nachfragen erst recht:

  • Rechtfertigen die Trainingsziele unerträgliche Gefühle der Teilnehmer?
  • Sind derartige Grenzerfahrungen wirklich nötig, um im beruflichen Alltag besser und produktiver zusammenzuarbeiten?
  • Wie geht die Gruppe und vor allem der Trainer mit einem Teilnehmer um, der partout nicht springen will? Ist er bei der Gruppe 'unten durch'? Oder zeugt es nicht vielmehr von einem gesunden Selbstbewusstsein, in einer derartigen Situation zu sagen 'So einen Blödsinn mach ich nicht mit'?

Diese Frageliste ließe sich noch nahezu endlos erweitern, etwa um den gar nicht einmal so unwesentlichen Aspekt, ob man sich bei Outdoortrainings automatisch das Duzen gefallen lassen muss und wie es überhaupt um die physische Sicherheit der Teilnehmer bestellt ist. Letztere Frage haben die Betreiber von Hochseilgärten in der Regel beantwortet, denn fast alle betonen die hohe Qualifikation ihrer hauseigenen Sicherheitstrainer und den modernsten technischen Standard ihrer Anlagen. Unfälle wären auf den auch High Ropes genannten Anlagen dank ausführlicher Instruktion und doppelter Sicherung die absolute Ausnahme - dabei überqueren die Teilnehmer die Seile, Balken und Netze in Höhen von immerhin zehn bis 15 Metern.

Argumentationsschwierigkeiten treten aber bei der Frage zu Tage, ob ein Hochseil-Parcours die ultima ratio ist, um Führungs- und Teamqualitäten sowie personale und soziale Kompetenzen zu schulen. Beschreibungen, wie eingangs erwähnt, bestätigen eher das Vorurteil des Incentive- und Fun-Factors für eine vorwiegend erlebnishungrige Klientel.

Entsprechend schlecht ausgelastet sind viele der Anlagen in Zeiten knapper Bildungsbudgets. Und nicht wenige Tagungshotels bereuen inzwischen die teure Investition in die Parcours, von der sie sich eigentlich eine bessere Auslastung ihrer Zimmerkapazitäten versprachen.


Was macht gute Outdoortrainer aus?

Outdoortrainer arbeiten im Kern wie normale Indoortrainer - und müssen auch dieselben Kompetenzen mitbringen. So sind im Training die traditionellen, methodisch-didaktischen Trainerskills wie Moderation und Gesprächsführung, Umgang mit gruppendynamischen Prozessen und Konflikten gefordert.

Im Vergleich zum Indoortrainer sollten diese Kompetenzen beim Outdoortrainer allerdings noch tiefer verankert sein. Der Grund liegt auf der Hand: Outdoortrainings führen die Teilnehmer bisweilen an persönliche Grenzerfahrungen und können daher sehr emotionale Anteile enthalten. Für den einen Teilnehmer ist es ein banales Ereignis, wenn er mit verbundenen Augen herumgeführt wird, beim nächsten löst es tiefe Emotionen aus. Zu registrieren, wann ein Teilnehmer kurz davor steht, in Panik zu geraten und dann angemessen reagieren zu können, gehört zur unerlässlichen Kompetenz eines Outdoortrainers, ist aber bei weitem nicht selbstverständlich.

Psychologisches Know-how ist beim Trainer auch in Bezug auf die eigene Person vonnöten. Denn auch vergleichsweise einfache Übungen können bei Teilnehmern ein Abwehrverhalten auslösen, weil sie Angst haben, die Situation, in der sie sich gerade befinden, nicht steuern zu können. Dieses unbewusste Abwehrverhalten äußert sich häufig in der Konfrontation mit dem Trainer. Kontraproduktiv ist es, wenn sich der Trainer in solchen Situationen persönlich angegriffen fühlt und auf dieser Ebene die Auseinandersetzung sucht. Aus diesem Grund muss er sich selbst gut kennen und wissen, auf welche Reaktionen von Teilnehmern er besonders 'allergisch' reagiert. Nur dann kann er den nötigen Abstand zur Situation gewinnen und sich klarmachen: Der Angriff des Teilnehmers gilt nicht mir, er ist lediglich ein Ventil, das Überforderung signalisiert. Auf diese Weise bewahrt der Trainer seine Handlungshoheit und kann kompetent mit der Kritik bzw. mit dem Problem umgehen.

Die hohe Kunst des Outdoortrainings lässt sich auch darin erkennen, dass der Trainer die Reflexion quasi vorwegnimmt und die Übung an die beobachteten Problemfelder der Gruppe anpasst. Das heißt, dass er bereits vorab zur Sprache bringt, auf welche Schwierigkeiten sie stoßen und welche Fehler sie machen wird. Damit lassen sich Entwicklungsrichtungen vorgeben, die Teilnehmer herausfordern, ungewohnte Verhaltensweisen auszuprobieren. Aufbauend auf den Erkenntnissen der ersten Übung entwirft der Trainer die nächsten Übungen. So wird der Lernprozess für die Teilnehmer auch ohne lange Diskussionsphasen transparent, die nächste Übung ist bereits Teil des Lerntransfers und die Gruppe bleibt in Aktion. Das Prinzip des 'Learning by doing' wird auf diese Weise optimal ausgereizt.


Was wurde für die Marktübersicht untersucht?

Unsere Marktübersicht gibt Ihnen einen Überblick über 14 verschiedene Ausbildungen und Lehrgänge zum Outdoortrainer.

Folgende Punkte wurden für die Marktübersicht besonders betrachtet:

  • Teilnehmer/Zielgruppe
  • Inhaltliche Schwerpunkte (z.B. Hochseilgärten, Erlebnispädagogik, Sicherheitstrainings)
  • Abschluss
  • Dauer
  • Kosten
  • Termine/Ort

Zeitpunkt der Erhebung: August 2005


14 Qualifizierungen zum Outdoortrainer

Die Marktübersicht '14 Qualifizierungen zum Outdoortrainer' (aus: Seminare 2006) inkl. detaillierten Hintergrundinformationen zum Thema Outdoortraining (u.a. Outdoor-Verbände, Kriterien bei der Auswahl von Outdoor-Elementen und Verhaltensregeln für Outdoortrainer) können Sie hier als PDF-Datei laden.


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