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Optimismus bedeutet im Kern, einen guten Ausgang der Dinge zu erwarten. Doch äußert sich ein optimistischer Blickwinkel oft auch in hohen Selbstwirksamkeitserwartungen und der Überzeugung, die Dinge in einem hohen Maß unter Kontrolle zu haben. Auch der Attributionsstil eines Menschen, also wie er sich selbst seinen Erfolg und Misserfolg erklärt, kann optimistisch oder pessimistisch sein.
Optimisten erklären sich Schlechtes häufig nicht mit eigenem Versagen und gehen oft davon aus, dass dieser Zustand nicht lange andauert. Positive Ereignisse schreiben sie dagegen eher sich selbst zu - und halten die Ursachen dafür für stabil.
Sagt sich z.B. jemand nach einer missglückten Prüfung 'Der Prüfer war ungerecht' oder 'Ich
hatte einen schlechten Tag', bewertet er den Ausgang external oder situativ und damit optimistischer (sowie schonender für den eigenen Selbstwert) als jemand, der sich sagt 'Ich bin dumm' (internale, stabile Ursache).
Optimistische Personen haben sich in vielen Untersuchungen als psychisch robuster erwiesen als Menschen, die häufiger pessimistisch denken. Es gibt Hinweise darauf, dass Optimisten besser mit Rückschlägen umgehen können, besonders aktiv und beharrlich und auch beliebter sind als Pessimisten. Zudem legen Studienergebnisse nahe, dass Optimisten eine schlagkräftigere Immunabwehr haben und gelassener auf Stress reagieren. Selbst auf das Herz-Kreislauf-System scheint Optimismus positive Auswirkungen zu haben.
Aber: Es kommt auf das rechte Maß an: Zu viel illusionärer Optimismus ist schädlich.
In unserem Beitrag 'Lernziel Optimismus - ist Zuversicht trainierbar?'...