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Das Reifegradmodell

Das Reifegradmodell

Das 'Reifegradmodell' nach Hersey und Blanchard berücksichtigt das Verhalten von Mitarbeitern in seinen Aussagen über Führung. Die Teilnehmer lernen Führung als interaktiven Prozess wahrzunehmen, der im Verlauf der Handlungen, je nach Mitarbeiter, unterschiedliche Führungsstile erfordert. So können Teilnehmer Ableitungen für den eigenen Führungsalltag zur Verfeinerung des eigenen Vorgehens erarbeiten und ihr Handlungsspektrum erweitern.

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Kontext

  • Führungsstilanalyse
  • Change-Management
  • Motivation
  • Mitarbeitercoaching
  • Gesprächsführung


Theorie

Paul Hersey und Kenneth Blanchard veröffentlichten ihr 'Reifegradmodell' erstmals 1977. Es repräsentiert in seiner Form und Aussage den situativen Ansatz in der Führungsforschung. Hersey und Blanchard unterscheiden vier Führungsstile, die sie den Achsen 'Beziehungsorientierung' und 'Aufgabenorientierung' zuordnen. Sie erweitern ihr Modell um die Dimension des Reifegrades des einzelnen Mitarbeiters.

Das Grundprinzip des Modells beruht auf der Annahme, dass jeder Mitarbeiter nach seinem Reifegrad geführt werden sollte, um seine Potenziale für das Unternehmen optimal einsetzen zu können.

Der Reifegrad eines Mitarbeiters ergibt sich aus einer Kombination der Dimensionen 'Fähigkeit' und 'Bereitschaft'. Die Situationsvariable 'Fähigkeit' des Mitarbeiters bezieht sich auf die zu realisierende Aufgabe, d.h. das Maß an Fachwissen, Fertigkeiten und Erfahrung. Die zweite Variable 'Bereitschaft' steht für das erforderliche Selbstvertrauen und die Hingabe des Mitarbeiters zur Tätigkeit. Durch die Ausprägung von niedrig bis sehr hoch ergeben sich nach Hersey und Blanchard vier Grundformen der Reife eines Mitarbeiters:

Reifegrad 1
Geringe Kompetenz, seltene Bereitschaft. Dem Mitarbeiter fehlen im Allgemeinen die Fachkenntnisse wie auch die Motivation, die Aufgabe richtig auszuführen. Beispiel: fachfremder Mitarbeiter, der unfreiwillig auf eine neue Position versetzt wurde.

Reifegrad 2
Mäßige Fähigkeit, gelegentliche Bereitschaft. Der Mitarbeiter besitzt bereits einige Fähigkeiten, braucht aber bei der Umsetzung von Aufgaben Unterstützung. Seine Bereitschaft ist nicht durchgängig erkennbar. Beispiel: Nicht voll motivierter Auszubildender im ersten Lehrjahr.

Reifegrad 3
Hohe Fähigkeit, häufige (aber nicht konstante) Bereitschaft. Der Mitarbeiter besitzt gute Fachkenntnisse und ausreichende Erfahrung, ist aber entweder nicht stetig motiviert oder es mangelt ihm (noch) an Selbstvertrauen. Beispiel: Fachlich guter Mitarbeiter, dem auf Grund seines jungen Alters noch das Selbstvertrauen fehlt oder auf Grund anderer Umstände wie Unzufriedenheit oder Wechselgedanken die Motivation fehlt.

Reifegrad 4
Sehr hohe Fähigkeit, meistens hohe Bereitschaft. Der Mitarbeiter weist sehr hohe und gute Fähigkeiten auf und ist in der Regel sehr motiviert. Sein Selbstbewusstsein ist entsprechend hoch. Beispiel: Mitarbeiter, der selbstständig arbeitet und nur in Form kurzer strategischer Rücksprachen mit dem Vorgesetzten kommuniziert, das Tagesgeschäft aber erfolgreich selbstverantwortlich bewältigt.


Anleitung für das 'Reifegradmodell'

Wie Sie das Reifegradmodell Ihren Seminarteilnehmern vermitteln können, zeigt unser Beitrag (mit Arbeitsblatt und Gruppenübung), entnommen aus 'Trainer-Kit'.


Quelle: Trainer-Kit - Neuauflage
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