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Coaching-Tool: Freitagsreflexion

Coaching-Tool: Freitagsreflexion

Die 'Freitagsreflexion' ist ein Formblatt, welches den Klienten unterstützt, seinen Coaching-Prozess in seinen beruflichen Alltag zu implementieren. Es dient der Transfersicherung und Nachhaltigkeit von Coaching-Prozessen. Und so funktioniert's: Das Formblatt erhält der Klient per E-Mail und speichert es leer ab. Einmal in der Woche füllt er es aus (idealerweise freitags, da viele Klienten ihre Woche im Büro gerne mit der Selbstevaluation beenden) und sendet es dann dem Coach zu. - Wie ein solches Formblatt aufgebaut ist und was Coaches beim Einsatz der 'Freitagsreflexion' beachten sollten, zeigt unsere Anleitung.

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Anwendungsbereiche

Erfolgreiches Coaching zeichnet sich dadurch aus, dass auch nach einem zeitlichen Abstand Lern- und Veränderungseffekte am Klienten und in seinem beruflichem Kontext sichtbar bleiben. Ohne Transfersicherung entwickeln sich der Klient und sein beruflicher Kontext im Zuge der Alltagsdynamik mit ihren veränderungsimmunisierenden Tendenzen wieder zurück. Die Transfersicherung nutzt damit dem Return of Investment.

Professionelle Transfersicherung beginnt bereits bei der Auftragsklärung, wenn

  • das Commitment, d.h. Freiwilligkeit, Selbstverpflichtung und Motivation des Klienten überprüft wird,
  • das den Klienten einbettende System auf seinen Transferunterstützungsgrad hin untersucht wird (Motivation und gemeinsame Ausrichtung der Vorgesetzten, Anschlussfähigkeit an das Team/andere Abteilungen, Wertesystem, Lernkultur, Ressourcen wie z.B. Budgets für Veränderungen...)

setzt sich fort während der Coaching-Sitzungen, wenn
  • der Coach den Lerntypus und Lernstil seines Klienten analysiert,
  • die Coaching-Methodik und Interventionsstile daraufhin gewählt werden

und geschieht zwischen den Coaching-Sitzungen, wenn fakultativ
  • Transferaufgaben, Probehandeln, Trainingseinheiten, initiierte Forschungsphasen, Fragebögen zur Selbstevaluation wie die Freitagsreflexion, E-Mails, Erfolgs- und Lerntagebücher etc. zum Brückenbau zwischen den Coaching-Sitzungen eingesetzt werden.

Sinnvoll ist der Einsatz der Freitagsreflexion dann, wenn der Klient im Laufe des Coachings
  • Ressourcen in sich entdeckt hat, die er nicht wieder vergessen will,
  • Kompetenzen erarbeitet hat, die er vertiefen und trainieren will,
  • konkrete Handlungspläne/Projekte am Ende des Coachings erarbeitet hat, die er ohne Coach umsetzen will,
  • Unsicherheit und vorübergehenden Kompetenzverlust (Destabilisierung durch Musterunterbrechung, Umgang mit dem Unbekannten/Neuem) im Alltag aushalten und überwinden können will,
  • neue bewusste Kompetenz in reifere unbewusste Gewohnheit überführen möchte,
  • Gefallen an bewusster Selbstreflexion der eigenen Führungspraxis und Selbstevaluation gefunden hat.

Bei Coaching-Prozessen, deren Ziel mit dem Ende des Coaching-Prozesses erreicht ist, ist keine solche Transfersicherung nötig, z.B. wenn der Klient das Coaching für eine Entscheidungsfindung genutzt hat und diese Entscheidung nun getroffen und umgesetzt ist. Oder wenn der Klient durch das Coaching einen Konflikt klären konnte und mit dem Resultat zufrieden ist.

Der Einsatz der Freitagsreflexion ist nicht bei Klienten sinnvoll, bei denen bereits im Coaching-Prozess deutlich wurde, dass schriftliche E-Mail-Unterstützung für den betreffenden Lerntyp nicht funktioniert, bei Klienten, die Disziplinschwierigkeiten nicht überwinden können oder die selbstzerstörerische oder perfektionistische, narzisstische Ansprüche an sich stellen. Diese Klienten würden die Freitagsreflexion zur Stabilisierung ihrer alten Gewohnheiten nutzen, was weder bezweckt noch sinnvoll ist.


Zielsetzung und Effekte

Bei der bisherigen Anwendung des Tools konnten von Klienten folgende positive Effekte vermerkt werden:

  • größere Klarheit in der Prioritätensetzung,
  • leichtere Fokussierung der Aufmerksamkeit,
  • wirkliches Umsetzen der im Coaching entstandenen Pläne/Vorsätze,
  • höheres Bewusstsein für Lernerfolge,
  • Stärkung von Disziplin,
  • leichteres Zeitmanagement,
  • effektiverer und emotional zufriedenstellenderer Umgang mit Pannen und zu verantwortenden Fehlern,
  • damit einhergehende Gefühle von Befriedigung,
  • wachsendes und gefühltes Selbstbewusstsein.

Zusätzlich stärkt die Freitagsreflexion die 'Selbstcoaching-Kompetenz' des Klienten und unterstützt letztlich die Unabhängigkeit vom Coach.


Anleitung für das Coaching-Tool 'Freitagsreflexion'

Wie Sie das Coaching-Tool 'Freitagsreflexion' richtig anwenden und einsetzen, zeigt die Anleitung von Sylvia Becker-Hill (Commitment - coaching the passion in people™), die Sie folgendem Beitrag (aus: Coaching-Tools) entnehmen können.


Quelle: Coaching-Tools
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