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Wissenskonstruktion

Wissenskonstruktion

Die Wissensentstehung und kontinuierliche Lernfähigkeit eines Unternehmens bedingt Interaktionen auf Individual- und Gruppenebene, die sich durch soziale Prozesse zu einer Wissensentwicklung auf organisationaler und interorganisationaler Ebene weiterentwickeln können. Im Rahmen einer Wissensspirale entsteht Wissen dabei durch einen dynamischen Umwandlungsprozess zwischen explizitem und implizitem Wissen auf verschiedenen Wissensebenen...

Wissenskonstruktion

Dimensionen der Wissensschaffung:
Es können die Individual-, Gruppen-, Organisations- und interorganisationale Ebene unterschieden werden. Hinsichtlich der Wissensarten lassen sich explizites und implizites Wissen unterscheiden. Die Tabelle (s. unten) zeigt Beispiele, um die zu Grunde liegenden Dimensionen der Wissensschaffung, die Wissensebenen und Wissensarten, zu veranschaulichen.

Prozesse der Wissensschaffung:
Die Kombination der beiden Dimensionen Wissensart und Wissensebene kann anhand vier verschiedener Wissensentstehungsphasen visualisiert werden. Dabei wird ersichtlich, dass - um neues Wissen zu generieren - Umwandlungsprozesse sowohl zwischen Wissensarten als auch zwischen den Wissensebenen stattfinden.

  1. Sozialisation bezeichnet den Austausch von implizitem Wissen zwischen Individuen, um persönliches Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Durch gemeinsames Erleben entsteht neues implizites, mit anderen geteiltes Wissen wie beispielsweise Wertvorstellungen oder technische Fertigkeiten. In der Praxis bedeutet dies, z.B. intuitives und persönliches Wissen durch physische Nähe und direkte Interaktion mit Kunden oder Lieferanten zu erlangen.

  2. In der Phase Externalisierung finden Umwandlungsprozesse insofern statt, als einerseits implizites Wissen in explizites Wissen umgesetzt wird, andererseits Individuen in einer Gruppe Wissen austauschen. Häufig werden für die Umwandlung von implizitem, schwer ausdrückbarem Wissen Methoden wie beispielsweise Metaphern, Analogien, eine bildhafte Sprache oder Erzählungen sowie Visualisierungshilfsmittel, z.B. Modelle, Diagramme oder Prototypen eingesetzt. Wichtig ist insbesondere auch eine konstruktive Diskussion mittels deduktiver oder induktiver Argumentation in der Gruppe, um zu kreativen Schlussfolgerungen gelangen zu können.

  3. Die Umwandlung von explizitem zu komplexerem und systematisierterem explizitem Wissen erfolgt in der Phase Kombination. Sie dient dazu, verschiedene Bereiche des expliziten Wissens miteinander zu verbinden und organisationsweit zur Verfügung zu stellen. Die Systematisierung und Weiterveredelung steigert den Gebrauchswert des vorliegenden Wissens und dessen Transferierbarkeit auf alle Organisationseinheiten.

  4. Internalisierung umfasst die Umwandlung des organisationsweiten, expliziten Wissens in das implizite Wissen des Individuums. Dies erfordert vom Individuum, für sich selbst relevantes Wissen innerhalb des organisationalen Wissens zu erkennen. Kontinuierliches Lernen und das Sammeln von eigenen Erfahrungen durch 'learning-by-doing' unterstützen Mitarbeiter bei diesen Internalisierungsprozessen. Auf diese Weise können sowohl Fähigkeiten und Fertigkeiten ('Know-how') als auch Unternehmensvisionen und Leitlinien als eigene Wertvorstellungen verinnerlicht werden. Dieses implizite Wissen und die gewonnenen Erfahrungen auf Individual-Ebene können dann wiederum in Sozialisierungsprozessen zwischen Individuen geteilt werden, so dass die Wissensspirale erneut in Gang gesetzt wird.


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