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Rapid e-Learning

Rapid e-Learning

Wer an wichtigen Vorträgen bei Kongressen, Universitätsvorlesungen oder Infoveranstaltungen in Unternehmen nicht persönlich teilnehmen kann, muss sich nicht grämen. Zumindest nicht, wenn die Veranstaltungen per Rapid e-Learning aufbereitet werden. Dann nämlich lässt sich die Teilnahme multimedial nachholen.

Rapid e-Learning

Was hinter Rapid e-Learning steckt, ist schnell erklärt: Der Autor selbst bereitet die Lerninhalte auf und stellt sie ins Netz, Programmierkenntnisse einschlägiger Experten werden nicht benötigt. Das funktioniert, weil der Autor auf weit verbreitete Tools wie Flash-Player, Real-Player oder Windows Media-Player zurückgreift, die inzwischen auf beinahe jedem handelsüblichen PC installiert sind. Auf diese Weise lassen sich z.B. PowerPoint-Präsentationen durch das Hinzufügen von Videosequenzen und Audiodateien multimedial aufmotzen, anschließend auf einem Server hinterlegen oder per E-Mail verschicken. Das klingt wenig spektakulär - und ist es auch.

Daher stößt der Begriff Rapid e-Learning, seit er 2003 erstmals auftauchte, auch auf Kritik. Kritisiert wird zum einen der missverständliche Begriff an sich. Tatsächlich ist nämlich nicht gemeint, dass der Lerner im Schweinsgalopp durch ein Programm getrieben wird, sondern dass aktuelle Informationen und Lerninhalte dem Lerner möglichst schnell zugänglich gemacht werden.

Zum anderen zielt die Kritik auf die Branche schlechthin und ihren Versuch, mit ständig neuen Begriffskreationen dem deutlich nachlassenden Interesse der potenziellen Kunden in Sachen e-Learning etwas entgegenzusetzen. 'Nicht neu', 'aufgebauscht', 'Marketinggag' lauten dann auch die Urteile von Skeptikern.

Tatsächlich gibt es Autorentools, die keine umfangreichen Programmierkenntnisse erfordern, schon seit längerem, und auch die Nutzung von Tools wie PowerPoint zur Erstellung von Lerninhalten ist alles andere als neu.

Einer Studie des US-amerikanischen Beratungsunternehmens für e-Learning Bersin & Associates zufolge, bei der im März 2003 3.500 Training-Professionals befragt worden sind, nutzen bereits 48 Prozent der Befragten PowerPoint zur Entwicklung von Lerninhalten. Reine PowerPoint-Dokumente haben allerdings einen Nachteil: Es ist ermüdend, sie durchzuarbeiten. Teilweise erklären sich die Inhalte nicht selbst, so dass die Dokumente mehr Verwirrung stiften, als dass sie Zusammenhänge klären. Genau hier wollen Rapid-Tools durch das Hinzufügen von Bild und Ton Abhilfe schaffen.

Beispiele für Software-Lösungen

Die in Deutschland bekanntesten Softwarelösungen in diesem Bereich sind das von der imc AG, Saarbrücken, vertriebene Tool Lecturnity und das seit Anfang 2004 erhältliche Breeze von der Macromedia Deutschland GmbH in München.

  • Lecturnity ist ein reines Autorentool, mit dem Vorträge samt Ton und Bild sowie dabei verwendete PowerPoint-Folien simultan aufgezeichnet werden.

  • Breeze enthält darüber hinaus Module, mit denen sich Umfragen, Erfolgskontrollen und Analysen oder auch Online-Meetings durchführen lassen.

Einsatzbereiche von Rapid e-Learning

Tools wie Lecturnity und Breeze sind, glaubt man den Herstellern, derzeit schwer im Kommen, da Produktentwicklungszeiten immer kürzer werden und die entsprechenden Informationen so schnell wie möglich im gesamten Unternehmen verteilt werden müssen. Die möglichen Einsatzbereiche von Rapid e-Learning beschränken sich dabei nicht nur auf Produktschulungen. Rapid e-Learning kann zur Dokumentation von Vorträgen und Präsentationen, Konferenzen und Tagungen sowie für Softwareschulungen, Vertriebstrainings und Service-Support-Schulungen genutzt werden.

Vorteile von Software-Tools

Der Vorteil der Softwarelösungen ist, dass die technischen und preislichen Zugangsbarrieren niedrig sind und sich so verstärkt auch kleine und mittlere Unternehmen an e-Learning heran trauen dürften. Denn mit PowerPoint zum Erstellen der Inhalte wird eine Software genutzt, die weit verbreitet ist. Auch das Abspielen der Inhalte mit den handelsüblichen Plug-Ins Flash-Player, Real-Player oder Windows Media Player ist problemlos möglich. Weitere Zusatzinstallationen sind beim Lerner nicht erforderlich. Als mittelstandstauglich erweisen sich die schnellen Entwicklungstools auch hinsichtlich des Preises: Einzelplatzlizenzen sind schon ab 2.000 Euro zu haben. Durch die einfache Handhabung entfällt zudem der Koordinierungsaufwand mit externen Dienstleistern. Das senkt Kosten und verkürzt den Produktionsprozess.

Monate kann die Entwicklung von Inhalten mit klassischen Autorentools, für die Programmierkenntnisse nötig sind, nämlich dauern. Für eine Lernstunde sind bisweilen an die 180 Entwicklungsstunden nötig. Das gilt zumindest für Tools, mit denen hochwertige, aufwändige, komplexe e-Learning-Kurse mit Animationen und Simulationen erstellt werden.

Nachteile von Software-Tools

Doch was Anwender und Hersteller an den neuen Tools als positiv herausstellen - schnelle Verfügbarkeit bei niedrigen Kosten -, hat eben auch seine Schattenseite. Rapid e-Learning bietet im Normalfall keine Interaktion, keine Simulationen, der Lerner kann nichts ausprobieren. Ein selbstgesteuertes, eigenverantwortliches Learning-by-doing bieten die Tools also nicht, sie erinnern eher an den guten, alten Frontalunterricht, der nunmehr im angehübschten multimedialen Gewand daherkommt. Kurz: Rapid e-Learning ist lediglich dann eine Alternative zu aufwändigeren Programmen oder klassischen Schulungen, wenn es um die Vermittlung kurzlebiger Informationen in verschiedenen Varianten an eine große Zahl von Personen geht.

Vor allem die geringe Interaktion ist es dann auch, die einmal mehr die Kritiker auf den Plan ruft. Unternehmen, die Rapid e-Learning als kostengünstigen Einstieg ins multimediale Lernen verstehen, könnten sich - einmal enttäuscht von den eingeschränkten Möglichkeiten – wieder ebenso schnell und endgültig von weiter gehenden e-Learning-Ambitionen verabschieden.

Entscheidungskriterien für Rapid e-Learning
  • Lerninhalte veralten schnell, müssen oft aktualisiert und ausgetauscht werden.
  • Informationen sollen ohne großen Aufwand einer großen Anzahl von Personen zugänglich gemacht werden.
  • Es wird ein kostengünstiger Einstieg ins e-Learning gesucht.

Anwendungsbeispiele für Rapid e-Learning
  • Softwareschulungen
  • e-Manuals/Frequently Asked Questions
  • Onlinemarketing/Infotainment-Trailer
  • Produktpräsentationen/Verkaufstraining
  • Vortrags-/Präsentationsaufzeichnungen
  • Unternehmenskommunikation/Pressekonferenzen
  • Multimediale Meeting-Protokolle


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