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Kieler Beratungsmodell

Kieler Beratungsmodell

Das so genannte Kieler Beratungsmodell zählt in Deutschland zu den bekanntesten und etablierten Coaching-Ansätzen und ist zudem der Beleg dafür, dass Coaching in den 80er-Jahren tatsächlich über den Sport in die Wirtschaft gekommen ist...

Kieler Beratungsmodell

Der Kieler Psychologieprofessor Dr. Uwe Grau, sein Assistent Jens Möller und Johann-Ingi Gunnarson, Trainer des Handball-Bundesligisten THW Kiel, entwickelten zu dieser Zeit Coachingmethoden, mit denen speziell die psychische Komponente sportlicher Leistungsfähigkeit stärker gefördert werden sollte. Ihre Arbeit war ursprünglich für Sporttrainer und Spitzensportler gedacht, fand aber schnell das Interesse von Managern, Führungskräften und Pädagogen.

Das Kieler Beratungsmodell (KBM) basiert auf dem erkenntnistheoretischen Ansatz des Konstruktivismus. Prägend für dieses Ansatz ist, dass von der Arbeit mit den Kompetenzen und Ressourcen des Klienten die größte Hebelwirkung ausgeht, um Veränderungen in komplexen sozialen Systemen zu bewirken. Der Beratungsansatz ist somit eher lösungs- als problemorientiert.

Coach und Klient konzentrieren sich auf die Stärkung vorhandener Kompetenzen und Fähigkeiten, anstatt Defizite und Probleme zu thematisieren. Ein weiterer Fokus der Coaching-Arbeit liegt auf den Beziehungen und Vernetzungen des Coachees zu den Personen in seiner Umwelt.

Das Kieler Beratungsmodell versteht sich als Interaktion von Experten - der Klient in seinem Arbeits- und Wirkungsbereich, der Berater als Experte für die Durchführung lösungs- und zukunftsorientierter Reflexionen. Das Ziel ist eine positive 'Verstörung' von Personen und betrieblichen Systemen, die nicht zwangsläufig Problemsysteme sein müssen.

Die handlungsleitende Grundhaltung des Modells spiegelt sich in den vier Leitsätzen wider:

  1. Öffentlich machen ist eine der wesentlichsten Methoden, um negative Interaktionszirkel in der Kommunikation aufzulösen.

  2. Kooperieren auf gleicher Ebene ist eine der zentralen Voraussetzungen, um Ressourcen miteinander freizusetzen.

  3. Reflektieren - vor allem wenn es gemeinsam erfolgt - schafft erst die Möglichkeit, Veränderung auf allen Ebenen zu bewirken.

  4. Respektieren der Einzigartigkeit des Anderen in dem, was er ist und wie er ist, stellt das Fundament jeder Beziehung dar. Ohne den Respekt vor der Originalität des Anderen kann es nur schwer zu einer Begegnung kommen, von der man sagen kann, sie war bereichernd für alle Beteiligten.

Eine Besonderheit des Ansatzes stellt das Setting im Beratungsprozess dar: Im Idealfall führen zwei Coaches Gespräche mit dem Klienten, während ein so genanntes Reflecting-Team den Beratungsprozess beobachtend begleitet. Coaches und Reflecting-Team tauschen an geeigneter Stelle vor dem Klienten Ideen aus. Die Lösung liegt beim Kunden und wird in dieser Phase des Coachingprozesses gemeinsam weiterentwickelt und co-konstruiert.


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