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Gesprächspsychotherapie

Gesprächspsychotherapie

Die Gesprächspsychotherapie wurde Ende der vierziger Jahre von Carl Rogers, Psychologieprofessor an der Universität von Chicago, entwickelt. Sie zählt neben der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse zu den drei großen etablierten Therapieformen in Deutschland...

Gesprächspsychotherapie

Rogers war der Auffassung, dass Menschen selbst am besten wissen, wie sie ihre Probleme lösen können. Sind sie in einer Phase ihres Lebens nicht in der Lage, ihre eigenen Kräfte zu mobilisieren, muss der Therapeut dafür sorgen, dass sie sich frei entfalten und ihre Möglichkeiten wieder entwickeln können. Um dem Klienten das zu ermöglichen, muss ein Therapeut oder Berater drei Grundhaltungen, auch Basisvariablen genannt, verwirklichen.

  1. Kongruenz/Echtheit: Der Inhalt des Mitgeteilten soll zu Gestik, Mimik, Tonfall und Körpersprache passen. Voraussetzung dafür ist, dass Gedanken, Gefühle und Handeln des Beraters ein kongruentes Bild ergeben.

  2. Wertschätzung/Akzeptanz: Was immer der Klient denkt, fühlt oder tut - es ist die vordringliche Aufgabe des Therapeuten ihn dabei wertzuschätzen.

  3. Empathie/Einfühlendes Verstehen: Der Therapeut soll sich bemühen, das Denken und Fühlen des Klienten zu verstehen.

Die Gesprächspsychotherapie ist durch ihre drei Basisvariablen keine therapeutische Technik, sondern beschreibt eine individuelle Einstellung, eine Grundhaltung oder sogar Weltanschauung. Die Therapeuten müssen sich in ihren ethischen Prinzipien sehr stark an Rogers´ Idealbild annähern.

Rogers ist der Auffassung, dass der Mensch von Natur aus gut ist und zu Selbstverwirklichung, Wachstum, Gesundheit und Anpassung tendiert. Wird der Mensch aus irgendwelchen Gründen an diesen Prozessen gehindert, so muss man nur eine geeignete Atmosphäre herstellen, damit er den Weg zurückfinden kann.

Als bloße Technik, um dem Klienten schnellstmöglich zum Wohlbefinden zurückzugeleiten, ist die Gesprächstherapie allerdings nicht geeignet. Sich in einer Beratung entsprechend der Basisvariablen zu verhalten, reicht nicht aus. Man 'muss tatsächlich so sein'.

Ziel dieser inneren Einstellung ist es, dem Klienten die Möglichkeit zu geben, in einer angstfreien Atmosphäre in sich selbst hineinzuhorchen und seine Sichtweise der Dinge zu reflektieren. Er kann sich so mit seinen Gedanken, Gefühlen auseinandersetzen und zu neuen Einstellungen und Verhaltensweisen gelangen.

Manche Kritiker betrachten die Ideen von Rogers mehr als 'Auffassung', denn als Therapieform. In diesem Sinne kann man die Gesprächstherapie in Training und Weiterbildung auch einsetzen. Die bekannteste Technik, die einen festen Platz, vor allem in Kommunikationsseminaren, gefunden hat, ist das Aktive Zuhören.

Weiterführende Literatur:

  • Carl R. Rogers: Die klient-bezogene Gesprächstherapie. Kindler Verlag, München, Neuauflage 1978, ISBN 3-596-42175-6.

  • Reinhard u. Anne-M. Tausch: Gesprächs-Psychotherapie. Hogrefe Verlag Göttingen, 9. Auflage 1990 (Org. 1960), ISBN 3-8017-0377-0.


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