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Focusing

Focusing

Unterhalb der Gefühle gibt es eine 'körperliche Schicht', meint Eugene Gendlin, Begründer des Focusing, den sogenannten 'Felt sense', der das 'Ganze' birgt. Gelangt man an diese Schicht, so empfindet man körperliches Behagen oder Unbehagen, mit dem man beim Focusing arbeiten kann...

Focusing

Focusing entstand aus der Beobachtung von Gendlin und seinen Mitarbeitern, dass die traditionelle Therapieform vielen Menschen nicht helfen konnte. Die erfolgreichen Klienten unterschieden sich dahingehend von den anderen, dass sie die Fähigkeit besaßen, innere Prozesse auszulösen. Diese minutenschnelle Erfolgsstrategie haben die Wissenschaftler zum Focusing zusammengetragen.

Focusing lehrt, unklare Empfindungen zu bemerken mit dem Ziel, eine eindeutig spürbare, psychische Veränderung und körperliche Entspannung und Erleichterung herbeizuführen. Diese Veränderung und das Verstehen des körperlichen Unbehagens nennt Gendlin den 'felt shift'. Dafür empfiehlt er sechs Schritte:

  1. Raum schaffen: Entspannen, auf Inneres achten, Hinweise aus dem Körper kommen lassen.

  2. 'Felt sense': Problem auswählen. Komplexes Gefühl (Behagen/Unbehagen) auf sich wirken lassen.

  3. 'Griff' finden: Mit einem Bild, einem Wort, einem Satz, einer Bewegung o.ä. das Gefundene bezeichnen. Das Gefühl zu begrüßen und ihm positiv entgegenzutreten.

  4. Vergleich: 'Griff' überprüfen, passt er? Solange verschiedene Möglichkeiten erproben, bis man sicher ist, den richtigen gefunden zu haben. Hierfür wartet man ein körperliches Signal ab. Bei diesem Prozess entstehen bereits sehr viele Veränderungen, denn diese Überlegungen erzeugen Klarheit.

  5. 'Felt shift': Was ist es eigentlich, das mir dieses körperliche Gefühl gibt? Welche Bedeutung hat dieses Gefühl für mich? Ist es ein bekanntes Gefühl? Die Antwort von innen erwarten, in Form von Bildern, Gefühlen und Erinnerungen.

  6. Aufnahme: Empfangen, was mit dem 'shift' kommt, eine Weile dabeibleiben. Es geht nun um die Frage: Geht es mir gut? Alles was der 'shift' bringt, soll mit entgegenkommender Haltung aufgenommen werden.

Gendlins Meinung nach kann Focusing eine Psychotherapie sinnvoll ergänzen. Sein Anspruch ist, dass der Klient eine Methode erwirbt, die er auch für sich alleine zu Hause ausprobieren kann.

Im Management-Training kann Focusing bei den Themen Führung, Persönlichkeitsentwicklung, Team und Konfliktmanagement sehr effektiv eingesetzt werden. Ein geschulter Trainer kann Interaktionen unterbrechen, in denen er bemerkt, dass ein tieferliegendes Unbehagen den Prozess bestimmt. Dann kann er die Teilnehmer mit der Focusing-Technik anweisen, diesem Empfinden auf den Grund zu gehen.

Weiterführende Literatur:

  • Eugene Gendlin: Focusing. Technik der Selbsthilfe bei der Lösung persönlicher Probleme. Otto Müller Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7013-0617-6.


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