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Diversity Trainings

Diversity Trainings

Globale Märkte, internationale Fusionen, Rekrutierung ausländischer Fachkräfte - die Arbeitswelt wird zum globalen Dorf und stellt die Personalabteilungen vor neue Herausforderungen: Mitarbeiter unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Ethnien und sozialer Herkunft sollen produktiv zusammenarbeiten. Das funktioniert nur in einem Betriebsklima, das von Toleranz, Respekt und Chancengleichheit geprägt ist...

Diversity Trainings

'Managing Diversity' heißt folgerichtig die zentrale Aufgabe an die Führungskräfte und Personalentwickler in internationalen Konzernen. Sie sollen eine multikulturelle Organisation schaffen, in der Vielfalt als Stärke begriffen wird.

Dabei geht es nicht nur um die Förderung von gegenseitiger Akzeptanz, mindestens ebenso wichtig ist es, dass Mitarbeiter ein Bewusstsein für Andersartigkeit entwickeln. Werden Unterschiede nicht als solche wahrgenommen, kann man auch nicht adäquat reagieren - ein Ausgangspunkt für dauerhafte Konflikte, die keiner wirklich wollte und von denen im Nachhinein niemand weiß, warum sie überhaupt entstanden sind.

Die Philosophien, wie diese Sensibilisierung und Veränderung im Denken und Wahrnehmen bewerkstelligt werden kann, sind gänzlich unterschiedlich und manifestieren sich nicht zuletzt in unterschiedlichen Konzepten zu interkulturellen Trainings:

  • Soll auf eine allgemeine Fähigkeit zum Umgang mit kulturellen Unterschieden hingearbeitet werden?

  • Oder sollen interkulturelle Trainings vielmehr ganz spezifisch auf einen bestimmten Kulturkreis zugeschnitten sein?

Letzterer Ansatz wird meistens bevorzugt, wenn lediglich einzelne Mitarbeiter ins Ausland versetzt werden sowie Bestimmungsland und Kulturkreis feststehen. Kulturspezifische Trainings konzentrieren sich auf einen Kulturraum, vermitteln die dortigen Werte, deren Ursprung und den konkreten Umgang damit.

Die Grundidee ist, dass man die eigenen Selbstverständlichkeiten dann am schnellsten erfährt und kennen lernt, wenn man mit denen der anderen konfrontiert wird. Die Durchführung erfolgt häufig durch ein Trainergespann, das sich aus einem Trainer der Gastgeberkultur und einem des Ausreiselandes zusammensetzt. Der Trainer aus dem Gastland demonstriert den Teilnehmern in Rollenspielen, wie ihr Verhalten in der Gastkultur ankommt, weist auf angemessenes Verhalten hin und dient zusammen mit dem anderen Trainer als Modell für wertschätzende interkulturelle Zusammenarbeit.

Die kontrastive Ausrichtung zieht sich wie ein roter Faden durch das Training, so dass alle Aufgaben und Übungen unter dem Blickwinkel reflektiert werden: 'Wie wird dies bei uns gemacht - wie im Gastgeberland?' Gegen Ende werden alle Gegensätze zusammengetragen, um so ein umfassendes Bild beider Kulturen zu zeichnen.

Bei diesem Vorgehen müssen die Trainer besonderes Fingerspitzengefühl beweisen, um nicht genau in die Stereotypen abzugleiten, denen mittels Training gerade vorgebeugt werden soll.

Diese Trainingsmethode mit ihrem stark polarisierenden Ansatz 'Kultur A - Kultur B - Synthese' konnte sich nicht von ungefähr in Deutschland durchsetzen, kommt er doch unserem dialektischen Analyseverständnis sehr entgegen. Hierbei wird deutlich, dass auch Trainingsmethoden einer kulturellen Prägung unterliegen und nicht universell tauglich sein müssen.

In Anbetracht der Zunahme multikultureller Teams bzw. ganzer Firmenbelegschaften scheint der Schwerpunkt gegenwärtig mehr in Richtung kulturallgemeiner bzw. kulturuniverseller Trainings zu gehen. Dieser Ansatz macht es sich zur Aufgabe, für die eigenen kulturellen Werte zu sensibilisieren, sprich: 'Was an mir ist deutsch?'.

So wird die Wahrnehmung für fremde Normen geschärft, aber auch ein Bewusstsein geschaffen, wie ich als Deutscher auf andere wirken kann. Dies geschieht oft in simulierten Kontakten mit virtuellen Kulturen oder verschiedensten Kulturen unserer Welt; d.h. es wird nicht gezielt auf ein Land vorbereitet, sondern die Teilnehmer sollen das Grundprinzip 'Kultur' begreifen, um sich so in jeder Kultur zurecht finden zu können.

Damit eignet sich dieser Ansatz insbesondere für Personen, die mit einer Vielzahl von Kulturen in Kontakt kommen und die Fähigkeit entwickeln müssen, sich deren Werte und Normen selbst zu erschließen.

Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis stehen entsprechend häufig im Mittelpunkt kulturuniverseller Trainings. Die Teilnehmer sollen mittels spezieller Übungen und Rollenspiele erleben, wie Unterschiede und Anderssein zu Spannungen, Missverständnissen und Konflikten führen können.

Das Prinzip: Aus den Teilnehmern werden Teilgruppen gebildet, die nach eigenen Normen und Spielregeln agieren. Anschließend müssen die Mitglieder aus den verschiedenen Teilgruppen wieder zusammenarbeiten. Plötzlich stellen alle Beteiligten fest, wie es ist, wenn nach verschiedenen Spielregeln gespielt wird: Frust kommt auf, man wird misstrauisch gegenüber den anderen und weiß nicht mehr, welche Regeln denn nun gelten. Schon sind 'virtuell' interkulturelle Probleme geschaffen, anhand derer die Teilnehmer lernen können.

Trotz ihrer großen Verbreitung und Beliebtheit können derartige Simulationen auch Mankos aufweisen: Man befasst sich mit Problemen, die durch das Aufstellen künstlicher Normen entstanden sind, anstelle sich gleich mit 'echten' interkulturellen Schwierigkeiten auseinander zu setzen. Bleibt das Training auf dieser Stufe stehen, läuft man Gefahr lediglich für Verunsicherung zu sorgen, ohne konkrete Handlungsmöglichkeiten anzubieten. Hier stellt wiederum eine Koppelung an kulturspezifische Inhalte eine sinnvolle Ergänzung dar.

Weiterführende Literatur:
  • Christoph Barmeyer,: Interkulturelles Management und Lernstile. Campus Verlag, Frankfurt 2000, ISBN: 3-593-36448-4, 39,90 Euro.

  • Thomas Baumer: Handbuch Interkulturelle Kompetenz. Orell-Füssli, Zürich 2002, ISBN 3-280-02691-1, 29,50 Euro.

  • Herman Blom, Harald Meier: Interkulturelles Management. Verlag Neue Wirtschaftsbriefe, ISBN: 3-482-53811-5, 29,90 Euro.

  • Thomas, R. Roosevelt: Management of Diversity. Neue Personalstrategien für Unternehmen. Wie passen Giraffe und Elefant in ein Haus? Gabler, Wiesbaden 2001, ISBN: 3-409-11742-3, 45,- Euro.


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