Ihr Warenkorb ist leer
Ihr Warenkorb ist leer !
Als geistiger Vater des Action Learning gilt der 1907 geborene britische Kernphysiker Reginald Revans. Mitte der 40er Jahre wurde er Mitglied einer neu gebildeten Kohlebehörde in der Grafschaft Essex. Bei seinen Zechenbesuchen beeindruckte Revans, wie sich die – überwiegend ungelernten – Bergarbeiter in gemeinsamen Gesprächen über ihre Probleme vor Ort unterhielten und nach praktischen Lösungen suchten. Seine Schlussfolgerung, dass Wissen allein ein Produkt des Handelns und der gemeinsamen Reflexion ist, manifestierte sich schließlich in der Idee des Action Learning, die er in den nächsten Jahrzehnten in zahllosen Projekten ständig weiter entwickelte.
Revans hegt seit jeher ein tiefes Misstrauen gegenüber so genanntem Expertenwissen; gängigen Management- und Führungstheorien mit ihrem überwiegend direktiven Charakter steht er äußerst kritisch gegenüber. Stattdessen plädiert er dafür, sich in Lerngruppen von Gleichgesinnten offen über die eigene Unwissenheit auszutauschen und daraus die richtigen Fragen abzuleiten.
Beim Action Learning werden Mitarbeiter ermutigt, anderen Praktikern ihre eigene Sichtweise der Probleme und ihre eigenen Lösungsvorstellungen zu erklären - getreu dem Prinzip, dass das gegenseitige Lehren die effektivste Form des Lernens ist. In seiner radikalen Form bedeutet Action Learning, Menschen mit der Lösung eines Problems zu betrauen, das völlig außerhalb ihres gewohnten Betätigungsfeldes liegt. Nur dann nämlich können sie sich nicht auf ihr vermeintliches Fachwissen berufen und sind gezwungen, sich die Lösung des Problems gemeinsam durch Versuch und Irrtum zu erarbeiten.
Charakteristika von Action-Learning-Programmen